ME/CFS: Krankheit im Verborgenen

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Patientin mit Schlafmaske
Betroffene müssen Anstrengungen in jeglicher Form vermeiden. ©Irene Unger

Schätzungen zufolge leben in Österreich rund 80.000 Menschen mit der Krankheit ME/CFS.

ME/CFS – das steht für Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom und ist der Name einer schweren, chronischen Multisystemerkrankung. Betroffene leiden unter anderem unter starken Schmerzen, Schlafstörungen, Herzrasen oder Verdauungsproblemen. Charakteristisch und besonders belastend ist eine extreme Erschöpfung, gegen die – in ihrer schwersten Form – kaum etwas hilft. Kein Schlafen, kein Ausruhen. Betroffene müssen Anstrengungen in jeglicher Form vermeiden, denn egal ob körperlich, geistig oder emotional – jegliches „Zuviel“ kann ihren Zustand maßgeblich verschlechtern. Ein kurzer Spaziergang, eine Diskussion und selbst große Freude können da schon ausreichen.

Verschwinden aus der Öffentlichkeit

Die Folge: Betroffene ziehen sich, meist betreut und gepflegt von ihren Angehörigen und Freunden, zurück. Sie verschwinden aus der Öffentlichkeit. Und die Krankheit mit ihnen. Und obwohl alles andere als eine seltene Krankheit, bleibt sie damit weitgehend ungesehen und unbekannt.

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Unser Dossier zur Krankheit

Der SONNTAG möchte dem mit einem Dossier zu ME/CFS entgegenwirken. Es kommen Menschen zu Wort, die in den vergangenen Jahren aus den unterschiedlichsten Gründen mit der Krankheit konfrontiert waren: eine Betroffene und deren Mutter, ein Arzt, eine diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, eine Ordensfrau und ein österreichischer Unternehmer. Wir sprechen über das spezialisierte Pflege- und Betreuungsangebot „CS NORDLICHT“ und wir stellen das Buch „Kraftweg“ vor, das Betroffenen und allen, die in ihrem Umfeld mit der Erkrankung zu tun haben, zu mehr Klarheit verhelfen will.

Autor:
  • Portraitfoto von Andrea Harringer
    Andrea Harringer
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