Begonnen der Angriff der KI-Krieger hat!

Hirtenhund
Ausgabe Nr. 22
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©Der SONNTAG

Der Hirtenhund bellt diese Woche über Künstliche Intelligenz und die neue Enzyklika von Papst Leo XIV.

Was macht ein Papst, wenn er mal frei hat und der Tennisschläger im Sportbag bleibt? Dass er Filmfan ist, hat Leo XIV. schon mehrmals durchblicken lassen. Dass er dabei allerdings im „Team Gandalf“ spielt und nicht im „Team Yoda“, überrascht mich dann doch. Gut, Gandalf aus Tolkiens „Herr der Ringe“ und Leo pflegen einen ähnlichen Modegeschmack, der deutlich vom kleinen grünen Männchen Yoda aus „Star Wars“ abweicht. Doch intuitiv hätte ich Leo eher als Obi-Wan-Kämpfer gegen die „dunkle Seite der Macht“ gesehen denn als Hobbit-Freak und Freund des behaarten Barfußgangs. 

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Folgen von KI

Wie ich darauf komme? Nun, bei der Lektüre seiner ersten Enzyklika, in der es löblich klar und wohl strukturiert um die Folgen von KI geht, habe ich besonders aufs Kleingedruckte geachtet. Und dort liest man tatsächlich ein Gandalf-Zitat aus dem dritten Band der „Herr der Ringe“-Reihe: „Doch unsere Sache ist es nicht, die Welt durch alle Zeiten zu steuern, sondern in den Jahren, auf die wir beschränkt sind, zu tun, was wir können, um das Übel auf den uns bekannten Feldern auszujäten, damit jene, die nach uns kommen, einen guten Boden vorfinden.“

"Angriff der KI-Krieger"

Ein seltsames Novum in der päpstlichen Lehrtradition. Ein Novum allerdings, das zum Weiterdenken anregt. So gibt es doch auch viele andere wegweisende Zitate, die es im Original oder in leichter Abwandlung verdient hätten, päpstlich geadelt zu werden. Yodas „Begonnen der Angriff der KI-Krieger hat“ etwa. Oder Obi-Wan Kenobis: „Vergiss nicht, die Macht wird mit dir sein, immer.“ Katholischer geht’s doch nicht! Ganz zu schweigen vom ganzen Marvel-Superhelden-Universum, das kirchlich noch gar nicht in den Blick genommen wurde – etwa Spider-Mans „Aus großer Kraft folgt große Verantwortung“ oder aus „The Avengers“ die eschatologische Weisheit: „Solange die Welt noch nicht untergegangen ist, verhalten wir uns so, als würde sie sich weiterdrehen.“

Enzyklika des Papstes zu KI

Kleiner Fun Fact zum Schluss: ChatGPT beurteilt die Enzyklika des Papstes zu KI im Übrigen als bis zu 70 Prozent mit KI überarbeitet. Dafür spreche die Struktur und das „semantisch extrem dichte Netz – typisch für KI-gestützte Synthese großer Textmengen“. Und was laut KI auch für KI spreche, sei – böse, böse – „die Vermeidung riskanter Originalität“ im Text. Immerhin: Die „menschliche Endredaktion und inhaltliche Kontrolle“ sei „sehr hoch“. Also, Kopf hoch, Leo – und falls irgendein Ork aus dem Silicon Valley an deinen Ausführungen zweifelt, dann zücke dein Laserschwert und schleudere ihm mit Darth Vader entgegen: „Ihr Mangel an Glauben ist beklagenswert!“ 

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