Neue Aufgabe für Erzbischof Grünwidl

Ordinarius für katholische Ostkirchen
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Erzbischof Josef Grünwidl ist ab sofort auch Ordinarius für die katholischen Ostkirchen in Österreich. ©Vatican Media/Romano Siciliani/KNA

Der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl übernimmt eine weitere zentrale Rolle in der katholischen Kirche: Papst Leo XIV. hat ihn zum Ordinarius für die katholischen Ostkirchen in Österreich ernannt.

Die neue Aufgabe führt Grünwidl in ein besonderes kirchliches Arbeitsfeld, das von großer kultureller und liturgischer Vielfalt geprägt ist. Die in Österreich beheimateten Ostkirchen verbinden unterschiedliche Traditionen und blicken auf eine lange Geschichte innerhalb der Weltkirche zurück.

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Grünwidl wird Ordinarius der katholischen Ostkirchen

Wie der Vatikan am Samstag mitteilte, wurde der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl in ein weiteres Amt berufen: Papst Leo XIV. ernannte ihn zum neuen Ordinarius für die katholischen Ostkirchen in Österreich. Grünwidl folgt damit auf Kardinal Christoph Schönborn, der diese Aufgabe, mehr als 30 Jahre lang innehatte. Als Ordinarius trägt der Wiener Erzbischof die bischöfliche Letztverantwortung für das Ostkirchenordinariat mit inzwischen mehr als 20.000 Gläubigen unterschiedlicher katholischer Ostkirchen in Österreich.

Die katholischen Ostkirchen seien mit ihrer liturgischen Vielfalt und ihren besonderen Traditionen "ein wahrer Schatz" für die Weltkirche, erklärte Grünwidl nach seiner Ernennung. Besonders beeindruckten ihn die Treue und Standhaftigkeit vieler Gläubiger, die aufgrund ihres Glaubens Benachteiligung oder Verfolgung erlebt hätten. Er freue sich auf den neuen Dienst und sei dankbar für ihr "starkes Glaubenszeugnis".

Ostkirchen sind ein „wahrer Schatz“

Kardinal Schönborn zeigte sich erfreut über die Entscheidung des Papstes. Während seiner Amtszeit als Ordinarius sei das Ostkirchenordinariat - auch infolge von Kriegen und Fluchtbewegungen - deutlich gewachsen. Heute gehören ihm mehr als 20.000 Gläubige, rund 85 Priester sowie etwa 35 Seelsorgestellen in ganz Österreich an. Schönborn hob außerdem die Verdienste von Generalvikar Erzspriester Yuriy Kolasa hervor, der die operative Leitung des Ordinariats weiterhin innehaben wird.

Grünwidl übernimmt Verantwortung für mehr als 20.000 Gläubige

Die katholischen Ostkirchen sind im Ostkirchenordinariat mit eigenen Strukturen in Österreich zusammengefasst. Dazu zählen neben der größten Gemeinschaft, der ukrainischen griechsich-katholischen Kirche, auch weitere byzantinische und orientalische katholische Kirchen. Die Ernennung des Ostkirchenordinarius erfolgt jeweils in einem eigenen päpstlichen Akt und nicht automatisch mit der Ernennung zum Wiener Erzbischof. Deshalb blieb Schönborn auch nach seiner Emeritierung bis zuletzt für die katholischen Ostkirchen zuständig. Die feierliche litugische Amtsübergabe an Grünwidl soll im Herbst stattfinden.

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  • Kathpress
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