Etwas dagegen machen
Ihnen gesagt
Die Stärke von Menschen, die den Glauben in ihrem Leben zulassen, ist ihre Bereitschaft, Schwieriges zu sehen, einen Handlungsbedarf zu erkennen und etwas dagegen zu unternehmen. Eine Gruppe davon ist in der Kirche zu finden, wie in der Schwesterngemeinschaft Caritas Socialis, nicht zu verwechseln mit der Caritas. Die Gruppe ist nicht besonders groß, was aber die beherzten Ordensfrauen nicht davon abbringt, sich unbeirrt an Neues zu wagen. Ohne ihre Gründerin, die selige Hildegard Burjan, wäre das erste Mutter-Kind-Heim für ledige Frauen nicht eröffnet worden, das war 1915.
Die Erkrankung ME/CFS
Ohne den wachen Geist der verstorbenen Schwester Hildegard Teuschl gäbe es die moderne Hospizbewegung für Menschen auf ihrem letzten Lebensweg nicht. Und auch 2026 hat die Caritas Socialis beschlossen, sich an ein neues Projekt zu wagen. Sie bauen eine Spezialpflege für Menschen mit der nicht sehr bekannten Krankheit ME/CFS auf. Ich hatte auch nur vage davon gelesen und vom Engagement der Unternehmerfamilie Ströck in einer Stiftung zur Erforschung von Heilmethoden gehört. Seit Corona tritt ME/CFS vermehrt auf.
Unser Dossier zu der seltenen Krankheit
Heimtückisch, wenig erforscht, obwohl schon länger bekannt und gar nicht so selten, stellt es das Leben der Familien und Kranken auf den Kopf.
Kollegin Andrea Harringer hat seit Ende Juni recherchiert, gelesen, Gespräche geführt und viel geschrieben. Wir haben dazu ein ehrgeiziges Projekt gestartet und unser erstes Online-Dossier veröffentlicht. Wir sind ein wenig stolz darauf, dass uns diese Form der redaktionellen Aufarbeitung im Team geglückt ist. Lesen Sie unserer Recherchen auf unserer Website.
Schauen Sie rein: dersonntag.at/mecfs