Die soziale Stimme aus Nächstenliebe

SONNTAGs-Jause
Ausgabe Nr. 112
  • Sonntagsjause
Autor:
Franz Küberl
Franz Küberl war bei seinen vielen Aufgaben immer mit Herzblut dabei. Seine Herkunft aus dem Arbeitermilieu hat er dabei nie vergessen. ©Redaktion
Franz Küberl
Franz Küberl ist ein anerkannter Sozialexperte und war als Präsident der Caritas Österreich einer der wichtigsten Sozialmanager des Landes. ©Redaktion

Franz Küberl ist zu Gast in der SONNTAGs-Jause. Er ist ein Zeitzeuge der Kirche und der Caritas der vergangenen 50 Jahre. Es war ein Weg vom Arbeiterkind aus einfachsten Verhältnissen in Graz zum Lobbyisten aus Nächstenliebe.

Franz Küberl war jahrzehntelang anerkannter Sozialexperte und als Präsident der Caritas Österreich 18 Jahre lang einer der wichtigsten Sozialmanager des Landes. Sein Motto war dabei stets: „Hau dich ins Zeug!“. So war er bei seinen Tätigkeiten überzeugend und mit viel Herzblut dabei.

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Franz Küberl über seine Zeit beim ORF-Stiftungsrat und bei der Caritas

In der SONNTAGs-Jause erinnert sich Franz Küberl an die wichtigsten Stationen seiner Tätigkeiten: von der Katholischen Aktion bis zum ORF-Stiftungsrat. „Gestrebert“ hat er für seine vielseitigen Aufgaben in der Caritas schon. Freude hat es ihm eigentlich immer gemacht, ob es das Verhandeln war, der Aufbau neuer Projekte oder auch einmal die Aufgabe als Schiedsrichter in der Kronenzeitung in einem Wahlkampf. Er selbst hat aber nie eine politische Funktion angestrebt.

Franz Küberl ist dankbar für seine Gesundheit

Dankbar ist Franz Küberl für seine Gesundheit, vor allem nach einem schweren Unfall im Jahr 2003: „Es geht mir persönlich sehr gut. Und ich werde auch noch gebraucht.“

Kulinarische Empfehlung von Franz Küberl: Spagatkrapfen

Kulinarisch ist Franz Küberl traditionell heimatverbunden: Er empfiehlt Spagatkrapfen – eine üppige Spezialität aus der Steiermark, die im Fett herausgebacken wird und dabei erinnert er sich an seine Pflegemutter. Früher wurde der Teigflecken mit dem Spagat am Model festgehalten und umwickelt, daher auch der Name Schnur- oder Spagatkrapfen. Franz Küberl kennt sie von seiner Pflegemutter aus der Oststeiermark und mag sie gerne mit Schlagobers.

©wiki commons/Haeferl/CC_BY-SA_3.0

Rezept: Steirische Spagatkrapfen


Zutaten für 50 Stück:

  • 100 Milliliter Frittieröl
  • 100 Gramm Staubzucker
  • 500 Gramm Mehl
  • 250 Gramm Butter
  • drei Dotter
  • 140 Gramm Sauerrahm
  • vier Esslöffel Weißwein
  • eine Prise Salz
  • Abrieb einer Zitrone (Bioqualität)
  • eine Messerspitze Backpulver
  • 50 Gramm Staubzucker

 

Zubereitung:

Für die Steirische Spagatkrapfen die Butter eine Stunde vor Arbeitsbeginn aus dem Kühlschrank nehmen und danach im Mehl abbröseln. Die restlichen Zutaten für den Teig dazugeben und rasch zu einem glatten Teig verkneten. Den Teig eine Stunde kühl rasten lassen. Danach auf 4 Millimeter Dicke auswalken und in Rechtecke zuschneiden (circa 4 mal 8 Zentimeter). Das Frittierfett auf 170 Grad erwärmen. Die Teigstücke in eine Spagatzange einspannen und im heißen Öl rund 2-3 Minuten goldbraun.  Danach herausnehmen und abtropfen lassen. Die Spagatkrapfen noch warm in Staubzucker wälzen.

 

Quelle: Steirische Spagatkrapfen Rezept - ichkoche.at

©Wagner Verlag

Buchtipp


In mehreren Kapiteln nähert sich mit Franz Küberl erstmals ein Autor dem Thema Caritas in der Epoche der Nachkriegszeit. Als ehemaliger Präsident der Caritas Österreich beschreibt Küberl einerseits den strukturellen Wechsel der Caritas nach 1945 weg von den selbständigen regionalen Caritasverbänden hin zu den diözesanen Caritasorganisationen unter jeweiliger bischöflicher Leitung.


"Von der Kriegs- zur Friedens-Caritas", Franz Küberl, Wagner Verlag, 232 Seiten, ISBN: 978-3-903040-86-1, EUR 28,-

©Tyrolia

Buchtipp

 

Der frühere Caritas-Präsident Franz Küberl blickt auf sein Leben zurück und teilt seinen Erfahrungsschatz. In gewohnt prägnanten Worten zeigt er die Herausforderungen unserer Zeit für die Gesellschaft auf. Küberls Lebenserfahrung zeugt von seinem vehementen Eintreten für einen sorgsamen Umgang zwischen den Menschen, in Österreich und weltweit. Hintergrund ist seine spirituelle Ausrichtung, die im katholischen Umfeld seiner steirischen Heimat grundgelegt wurde: Sie erlaubt eine hoffnungsfrohe Sicht auf die Welt und das Leben — eingebettet in kritisch-christlichem Denken.

 

"Zukunft muss nach Besserem schmecken", Franz Küberl, 1. Auflage, 2023 Tyrolia, 144 Seiten, ISBN 978-3-7022-4097-4, EUR 22,-

Autor:
  • Sophie Lauringer
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