Wenn die Glocken länger schlagen

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Ausgabe Nr. 31
  • Meinung
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Das Läuten der Glocken gegen den weltweiten Hunger erregte so manches Gemüt.
Das Läuten der Glocken gegen den weltweiten Hunger erregte so manches Gemüt. ©Stephan Schönlaub

Haben Sie sie gehört? Vergangenen Freitag schlugen 3.000 Glocken von Kirchen in ganz Österreich um 15 Uhr für fünf Minuten.

Zum Läuten der Glocken meldeten sich an vielen Orten Stimmen zu Wort. Im Stephansdom erinnerten beispielsweise Dompfarrer Toni Faber, die Klimaexpertin Helga Kromp-Kolb und Caritasdirektor Klaus Schwertner an das Leid von 730 Millionen Menschen durch Krieg, Hunger und Klimakatastrophen. Dazu wurde auch um Spenden gebeten. Verwerflich? Verlogen? Oder eine tolle Idee? Beim Scrollen im Internet habe ich nun Reaktionen gelesen, die unterschiedlicher nicht ausfallen könnten. 
 

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Kommentare zum Läuten der Glocken

Einige Beispiele: 

„Mal eine gute Aktion der Kirche!!! Aufmerksam machen auf die stetig steigende Unmenschlichkeit sollte die Aufgabe sein!!!“ 

„Die Glocken läuten jeden Freitag um drei. Ihr habt eure Aufmerksamkeitserregungsagenda sehr gut versteckt. Unwissenden ist überhaupt nichts aufgefallen. Ein Freitag wie jeder andere.“ 

„Von goldenen Kelchen saufen, aber Wasserdampf predigen. Ein Hoch der katholischen Kirche.“

„Wie viel spendet die Kirche?“ Und auch schlicht: „Katrin hat gespendet.“
 

Erhitzte Gemüter und läutende Glocken

Wie kann denn das sein? Wieso gehen Gemüter bei einer am Ende des Tages sympathischen Aktion zwischen Aufmerksamkeit und Fundraising so hoch? Man kann also jede Initiative hinterfragen, es besser wissen, andere Vorschläge oder Ansichten haben, aber eines ist für mich dabei klar: Wenn unsere Kirchenglocken noch gehört werden, kann das nicht verkehrt sein.
 

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Autor:
  • Sophie Lauringer
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