Feuer, Flamme, Leidenschaft

SONNTAGs-Jause
Ausgabe Nr. 120
  • Sonntagsjause
Autor:
Grillmeister Adi Bittermann mit einem seiner Kochbücher. Der Kochprofi verrät im Podcast das Geheimnis eines guten Steaks.
Grillmeister Adi Bittermann mit einem seiner Kochbücher. Der Kochprofi verrät im Podcast das Geheimnis eines guten Steaks. ©Sophie Lauringer
Ein richtiger Gastronomie Hund: Adi Bittermanns Begleiterin ist ein Magyar Viszla.
Ein richtiger Gastronomie-Hund: Adi Bittermanns Begleiterin fühlt sich im Wirtshaus sehr wohl. ©Sophie Lauringer
Adi Bittermann bekochte auch Bürgermeister Leopold Gratz (1929–2006).
Adi Bittermann bekochte auch Bürgermeister Leopold Gratz (1929–2006). ©Sophie Lauringer

Am 13. September 2026 ist Grill-Weltmeister Adi Bittermann in der SONNTAGs-Jause zu Gast. Er hat sein Rezept zu "Einbrennten Hund´" mitgebracht.

Sein Vater hat der Großmutter schon versprochen, dass Adi Koch wird. Die Rechnung ist aufgegangen: Der ambitionierte Lehrling lernte im Wiener Rathauskeller das Handwerk und bekochte auch Bürgermeister Leopold Gratz (1929-2006) mit Eiernockerl. Die erste Haube erhielt er 1994, jetzt kocht er im eigenen Bittermann Genusswirtshaus in Göttlesbrunn - „mit Liebe und Leidenschaft!“

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Adi Bittermann und das Grillen

„Ich bin im 45. Lehrjahr“ erzählt der Meisterkoch zwischen 40 aufgestellten Grillern über den Wert der lokalen und nachhaltigen Küche und gibt Tipps für das perfekte Steak – das ist nämlich dann perfekt, wenn man es sich selbst zubereitet.

„Botschafter des guten Geschmacks“

Fleisch war früher ein Highlight und man hat gelernt, sich fleischlos zu ernähren. So kann man auch Gemüse wunderbar grillen. Als „Botschafter des guten Geschmacks“ setzt sich Adi Bittermann für Nachhaltigkeit in der Küche ein: „Ich habe gelernt, wie man sorgsam mit Lebensmitteln umgeht. Man sollte schon alles aufbrauchen.“ Üppig darf es aber sein, ab und zu. So schwört Adi Bittermann auf Butterbrösel zu Obstknödeln.

©Symbolbild/istock/LauriPatterson

Rezept: Einbrennte Hund’


Zutaten: 

  • 1,5 Kilo Erdäpfel
  • 2 große Zwiebeln
  • 1 gehackte Knoblauchzehe
  • 100 Gramm Butter
  • 25 bis 50 Gramm Mehl
  • 6 gehackte Essiggurkerl
  • klare Suppe (Gemüsefond oder Rindsuppe) und Gurkerlessig nach Bedarf
  • 125 Gramm Sauerrahm
  • eventuell zwei Esslöffel gehackte Kapern
  • viel gehackte Petersilie
  • Salz, Pfeffer aus der Mühle und
  • geriebene Muskatnuss

 

Zubereitung:

Erdäpfel schälen, weich kochen und in Scheiben schneiden.

Zwiebeln fein schneiden, mit Knoblauch in heißer Butter hell anschwitzen, salzen und je nach gewünschter Sämigkeit mit mehr oder weniger Mehl stauben.

Zu einer hellen Einbrenn rösten. Gurkerl zugeben, mit etwas Suppe aufgießen und Sauerrahm einrühren. Eventuell noch etwas Gurkerlessig zugießen und alles breiig einkochen.

Pikant abschmecken, Kapern einrühren und die Erdäpfel zugeben. Aufkochen lassen und vor dem Servieren mit gehackter Petersilie bestreuen.

©Pichler Verlag

Buchtipp


Die Österreichische Küche, von Adi Bittermann, Ingrid Pernkopf, Renate Wagner-Wittula und Arnold Pöschl, Pichler Verlag, Seiten: 464, ISBN: 978-3-222-14058-7, €  48,00.

Autor:
  • Sophie Lauringer
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