Kochen wie in Kroatien

Rezepte
Ausgabe Nr. 2
Autor:
Der Slawonische Čobanac ist ein köstlicher kroatischer Fleischeintopf.
Der Slawonische Čobanac ist ein köstlicher kroatischer Fleischeintopf. ©istock

Die kroatische Gemeinde ist eine der größten anderssprachigen Gruppen in Wien. Katica Mateljic hat Himmel & Erde zwei ihrer Lieblingsrezepte geschickt.

Die große Kirche der kroatischen Gemeinde in Wien ist Am Hof in der Innenstadt, schon Papst Benedikt hat bei seinem Besuch 2007 von der Loggia aus die Wienerinnen und Wiener begrüßt. Himmel & Erde hat zwei kroatische Rezepte für Sie. 

Werbung
©istock

FRITULE


Zutaten

  • ein Ei
  • 180–200 Milliliter Trinkjoghurt
  • zwei Esslöffel Zucker
  • ein Päckchen Vanillezucker
  • ein Schnapsglas Rakija (optional)
  • eine Prise Salz
  • 200 Gramm glattes Mehl
  • ein halbes Päckchen Backpulver (oder ein ganzes – dann werden die Fritteln noch luftiger)
  • nach Wunsch: Zitronenschale, Apfel, Zimt …


Zubereitung
 

Öl in einem Topf erhitzen. Es sollte so viel Öl sein, dass die Fritteln darin schwimmen können und den Boden nicht berühren. Wenn das Öl heiß ist, die Hitze reduzieren.

Tipp: Einen Holzlöffel ins Öl halten – bilden sich große Blasen, ist das Öl zu heiß; kleine Blasen bedeuten die perfekte Temperatur. Wenn bei zu hoher Hitze frittiert wird, gehen die Fritteln nicht richtig auf und bleiben innen kompakt oder „puddingartig“. Mit einem Schneebesen Ei, Joghurt, Zucker, Vanillezucker, Rakija und Salz gut verrühren. Danach Mehl und Backpulver unterrühren, bis ein dicker Teig entsteht.

Einen Spritzbeutel (oder einen Gefrierbeutel) an der Spitze etwa daumendick abschneiden und mit dem Teig füllen. Den Teig direkt über dem heißen Öl ausdrücken. Wenn ein „Strang“ etwa so lang ist wie die Öffnung breit, mit einem Messer abschneiden, sodass er ins Öl fällt. Den Topf nicht überfüllen – genug Platz lassen, damit die Fritteln aufgehen und sich selbst drehen können. Wenn sie auf einer Seite genug gebraten sind, drehen sie sich meistens von selbst. Falls nicht, vorsichtig mit einer Gabel wenden. Darauf achten, dass das Öl nicht zu heiß ist. Die Fritteln bei mittlerer Hitze einige Minuten frittieren, bis sie eine goldbraune Farbe bekommen.

©istock

SLAWONISCHER ČOBANAC


Zutaten

  • ein Kilogramm gemischtes Fleisch (Wild, Rind, Schwein – gemischt)
  • zwei Zwiebeln
  • drei Knoblauchzehen
  • zwei Esslöffel Paprikapulver (edelsüß)
  • ein Teelöffel scharfes Paprikapulver (nach Geschmack)
  • zwei Lorbeerblätter
  • Salz und Pfeffer
  • 100 Milliliter Weißwein
  • zwei bis drei Esslöffel Öl oder Schmalz
  • zirka ein Liter Wasser


Zubereitung


Zwiebeln fein hacken und in Öl oder Schmalz glasig anbraten. Fleisch in Würfel schneiden, dazugeben und kurz anbraten. Knoblauch und Paprikapulver hinzufügen und schnell umrühren (nicht anbrennen lassen). Mit Wasser aufgießen, bis das Fleisch bedeckt ist. Lorbeer, Salz und Pfeffer dazugeben. Bei niedriger Hitze eineinhalb bis zwei Stunden köcheln lassen, gelegentlich umrühren. Zum Schluss Weißwein hinzufügen und abschmecken. Der Čobanac soll dickflüssig und würzig sein.

Autor:
  • Redaktion
Werbung

Neueste Beiträge

| Spiritualität
Sommermeinung

Sommerzeit ist Lesezeit: In den „Sommerbriefen“ macht Der SONNTAG alte Schreiben neu zugänglich – klar, direkt und erstaunlich anschlussfähig für unsere Gegenwart.

| Kunst und Kultur
Sorge um Österreichs historische Orgeln

Die Zahl der Kirchenübergaben nimmt zu. Doch was geschieht mit den oft wertvollen Orgeln, wenn neue Eigentümer sie nicht für den Gottesdienst benötigen?

| Chronik
Theolympia

So lautet der Titel des Essays, mit dem der Wiener Schüler Benedikt Kühnelt-Leddihn bei der 6. Theolympia im katholischen Religionsunterricht den ersten Platz gewonnen hat. Das heurige Thema lautete „Dankbarkeit – Tugend oder Taktik?“. Die Schülerinnen und Schüler konnten zwischen Essay und Foto wählen.