Rot – wie Blut und Feuer
Die Farben der Kirche
Bereits einen Tag nach dem Christtag (25. Dezember) mit der Farbe Weiß begegnet uns die liturgische Farbe Rot am 26. Dezember. Denn das Hochfest des ersten Märtyrers Stephanus, er ist auch der Hauptpatron unseres Stephansdomes, erinnert an das Blut, das er als Blutzeuge für seinen Glauben vergossen hat. Stephanus wurde gesteinigt (Apostel geschichte, Kapitel 7).
Die liturgische Farbe
Die liturgische Farbe kommt dann gleich wieder vor, denn Blut fließt auch am 28. Dezember, dem Fest der Unschuldigen Kinder, die König Herodes damals ermorden ließ, um das neugeborene Jesuskind todsicher auszuschalten (Matthäusevangelium, Kapitel 2,16–18). Erst in der Karwoche findet sich wieder die Farbe Rot, wenn des Leidens und Sterbens Jesu gedacht wird: am Palmsonntag und am Karfreitag sowie Monate später, am 14. September, beim Fest Kreuzerhöhung.
Farbe der Märtyrer- und Apostelfeste
Rot ist auch das Jahr über die liturgische Farbe der Märtyrer- und Apostelfeste, wenn etwa der jeweilige Apostel auch ein Blutzeuge war, der für seinen Glauben gestorben ist. Berühmteste nicht-rote Ausnahme bei den Aposteln, weil an seinem Fest die liturgische Farbe Weiß verwendet wird: der heilige Johannes (27. Dezember). Er muss in hohem Alter eines natürlichen Todes gestorben sein.
Rot als Farbe des Feuers
Sie ist als liturgische Farbe des Feuers, des Heiligen Geistes, prägen für das Pfingstfest und landauf, landab für die Feier der Firmung. Rot ist schließlich auch die liturgische Farbe für die Trauerfeierlichkeiten für einen verstorbenen Papst.