Rot – wie Blut und Feuer

Die Farben der Kirche
Ausgabe Nr. 2
  • Theologie
Autor:
Die liturgische Farbe Rot steht für Blut und Feuer.
Die liturgische Farbe Rot steht für Blut und Feuer. ©Erzdiözese Wien/Stephan Schönlaub

Rot als liturgische Farbe des Feuers, des Heiligen Geistes, prägt das Pfingstfest und landauf, landab die Feier der Firmung.

Bereits einen Tag nach dem Christtag (25. Dezember) mit der Farbe Weiß begegnet uns die liturgische Farbe Rot am 26. Dezember. Denn das Hochfest des ersten Märtyrers Stephanus, er ist auch der Hauptpatron unseres Stephansdomes, erinnert an das Blut, das er als Blutzeuge für seinen Glauben vergossen hat. Stephanus wurde gesteinigt (Apostel geschichte, Kapitel 7).

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Die liturgische Farbe

Die liturgische Farbe kommt dann gleich wieder vor, denn Blut fließt auch am 28. Dezember, dem Fest der Unschuldigen Kinder, die König Herodes damals ermorden ließ, um das neugeborene Jesuskind todsicher auszuschalten (Matthäusevangelium, Kapitel 2,16–18). Erst in der Karwoche findet sich wieder die Farbe Rot, wenn des Leidens und Sterbens Jesu gedacht wird: am Palmsonntag und am Karfreitag sowie Monate später, am 14. September, beim Fest Kreuzerhöhung.

Farbe der Märtyrer- und Apostelfeste

Rot ist auch das Jahr über die liturgische Farbe der Märtyrer- und Apostelfeste, wenn etwa der jeweilige Apostel auch ein Blutzeuge war, der für seinen Glauben gestorben ist. Berühmteste nicht-rote Ausnahme bei den Aposteln, weil an seinem Fest die liturgische Farbe Weiß verwendet wird: der heilige Johannes (27. Dezember). Er muss in hohem Alter eines natürlichen Todes gestorben sein.

Rot als Farbe des Feuers

Sie ist als liturgische Farbe des Feuers, des Heiligen Geistes, prägen für das Pfingstfest und landauf, landab für die Feier der Firmung. Rot ist schließlich auch die liturgische Farbe für die Trauerfeierlichkeiten für einen verstorbenen Papst.

Autor:
  • Stephan Kronthaler
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