Wer mag keine ­Zwetschgenknödel?

Anekdoten
Ausgabe Nr. 28
  • Heiter bis heilig
Autor:
Was hat eine Predigt von Erzbischof Franz Lackner mit Zwetschkenknödeln zu tun?
Was hat eine Predigt von Erzbischof Franz Lackner mit Zwetschkenknödeln zu tun? ©istock

Am 14. Juli wird der Salzburger Erzbischof Franz Lackner 70 Jahre alt. Wir erinnern an einen ungewöhnlichen Ratschlag, den der Erzbischof zu seinem Geburtstag erhalten hatte.

Am 14. Juli wird Franz Lackner 70 Jahre alt. Wir erinnern mit einem ungewöhnlichen Ratschlag, der dem Salzburger Erzbischof gegeben wurde, an seinen Geburtstag:

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Ein Tipp von Otto Schenk für Franz Lackner

Bei den Salzburger Hochschulwochen 2023 lud Erzbischof Franz Lackner zu einer Diskussionsrunde, die sich den Begriff „Reduktion“ zum Thema machte. Dabei verriet er einen seltsamen Tipp, den ihm der von ihm sehr geschätzte Otto Schenk gegeben hatte. Schenk bezeichnete sich selbst als ungläubig, Lackner sah das anders: „Wenn ich irgendwo das Staunen gelernt habe, wie man über Gott reden kann, dann bei ihm.“ Schenk schlug ihm schelmisch ein Mittel vor, die Zuhörer bei Predigten von Anfang an zu fesseln. Er solle mit einem unerwarteten Satz beginnen wie: „Ich mag keine Zwetschgenknödel.“ Egal, ob er sie möge oder nicht. 

Franz Lackner wagte das Experiment

Lackner wagte das Experiment und befolgte den Rat: „Ich habe es gemacht und genau mit diesem Satz eine Predigt begonnen. Es folgte – Totenstille. Alle waren schockiert.“ Dass jemand keine Zwetschgenknödel mag und das in einer Predigt thematisiert – kein Wunder!  Schockiert war aber auch er, wie er bekannte: „Ich hatte mir nämlich nicht überlegt, wie es nun weitergehen sollte.“ So etwas kann also auch einem Erzbischof passieren.

©Wiener Domverlag

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Autor:
  • Bernadette Spitzer
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