Grünwidl belehrt Papst (nicht)

Anekdoten
Ausgabe Nr. 26
  • Heiter bis heilig
Autor:
Erzbischof Grünwidl trifft Papst Leo. ©Vatican Media

Erzbischof Josef Grünwidl fuhr im Mai 2026 zu seinem Antrittsbesuch bei Papst Leo XIV. nach Rom.

Mit im Gepäck waren Mitbringsel für die diversen Mitarbeiter im Vatikan. 16 rosafarbene, kantige Metalldosen mit dem Stephansdom als Logo drauf und süßen Schnitten drin, brachten jedes Sackerl zum Platzen, sodass Kanzleileiterin Nina Sevelda-Platzl auf eine Segeltasche umsteigen musste. 

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Welches Orchester kennt Leo?

Für den Papst aber hatte sich der Bischof etwas Anderes ausgedacht. Als studierter Organist liebt Grünwidl klassische Musik, die untrennbar mit Wien verbunden ist. Bei der Privataudienz überreichte er dem Papst CDs mit den Worten: „Sie sind von einem Wiener Orchester…..“ Leo XIV. wollte vermutlich beweisen, dass er auf dem Gebiet bewandert ist, unterbrach ihn und fragte: „Die Philharmoniker?“ Die waren es nicht, daher verneinte Grünwidl. Dabei streckte er unwillkürlich den Zeigefinger Richtung Papst aus: „Concentus Musicus.“ Genau in diesem Moment drückte der vatikanische Fotograf ab. Das Foto, auf dem Grünwidl seine rechte Hand schützend auf dem Stapel CDs hält und mit erhobenem linkem Zeigefinger zum Papst spricht, wurde veröffentlicht. „Wiener Erzbischof belehrt Papst“ ist eine Schlagzeile, die sich anbot. Dabei war’s nur der Concentus Musicus, auf den der passionierte Musiker aufmerksam machte.

©Wiener Domverlag

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Autor:
  • Bernadette Spitzer
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