Reden wir über den Glauben

Ihnen gesagt
Ausgabe Nr. 34
  • Meinung
Das Sprechen über den Glauben ist für Missio und den neuen Direktor von großer Bedeutung. ©Missio/Jutta Becker und Simon Kupferschmid

Chefredakteurin Sophie Lauringer schreibt über das Reden über unseren Glauben, den wir haben und der in der heutigen Zeit besonders wichtig ist.

Wie geht es Ihnen denn mit dem Reden über Ihren Glauben, wenn Sie gerade nicht darüber debattieren, dass Sie hoffnungslos eingeengt sind in patriarchalen Strukturen einer antidemokratischen Organisationseinheit? Ja, damit ist natürlich die katholische Kirche gemeint – unser Mainstream-­Reibebaum, der garstig viele daran hindert, frei in der Liebe zu leben, geweihte Männer, so sie nicht in einer Gemeinschaft oder in einem Orden leben, in ein Singledasein zwingt und wo viele in einem kollektiven Missbrauchsverdacht stehen. Ja, es wurden viele von  Menschen, die diese Kirche repräsentieren, mies behandelt – aber die Kirche an sich ist nicht schuld. 

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Und darum habe ich mich diese Woche besonders über das Interview mit Johannes Laichner gefreut. Sie werden den neuen Nationaldirektor von Missio noch kennenlernen – ab 1. September leitet er das Haus in der Seilerstätte in der Innenstadt. Ein 44-Jähriger, der sagt: „Ich bereue es nicht, dass ich damals beim Bischof um Aufnahme in das Priesterseminar angesucht habe.“ Der Tiroler Priester ist dankbar für seine katholische Erziehung – zu Hause, vor allem durch seine Mutter, und in der Schule durch das Vorbild der Patres in Stift Stams und durch einen Priester in seiner Pfarre. Ja, das gibt es auch 2026. 

Sprechen über den Glauben

Ich habe Menschen getroffen, die sich dazu entschieden haben, einen besonderen Ruf anzunehmen – völlig freiwillig. Johannes Laichner ist einer davon und er sagt es auch. Denn Mission ist immer auch das Sprechen über den Glauben und nicht nur karitativer Einsatz – der genauso wichtig ist!  Willkommen in Wien und viele gute Jahre bei Missio!

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