Diakonenweihe am 10. Oktober

Bereit für den diakonalen Dienst
Ausgabe Nr. 40
  • Wien und Niederösterreich
Autor:
Erzbischof Josef Grünwidl wird am 10. Oktober um 15:00 Uhr im Stephansdom elf Männer  durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen weihen.
Erzbischof Josef Grünwidl wird am 10. Oktober um 15:00 Uhr im Stephansdom elf Männer
durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen weihen.
© Andreas Kriz-Römer

Erzbischof Josef Grünwidl wird am 10. Oktober um 15:00 Uhr im Stephansdom elf Männer durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen weihen. Ihre Lebens- und Glaubenswege sind so bunt und vielfältig wie die Wege in der Kirche.

Der SONNTAG stellt Ihnen die neuen Diakone vor:

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Mag. Roy George

©Peter Feigl
  • Alter: 61 Jahre
  • Kurzbiographie: Roy wurde in Kerala in Indien geboren und ist dort aufgewachsen. Er ist verheiratet, Vater von zwei Kindern und Angestellter bei der Atombehörde. Nach seiner Ankunft in Wien entwickelte er ein starkes Interesse an der Ortskirche. Besonders aktiv ist er als Mitglied des Pfarrgemeinderats, wo er sich in vielfältiger Weise für die Gemeinschaft einsetzt. Aus dem Wunsch heraus, die Ortskirche in Wien noch intensiver zu unterstützen und Jesus in besonderer Weise als Diakon nachzufolgen, begann Roy sein theologisches Studium. Dieser Schritt ist Ausdruck seines tiefen Glaubens und seines Engagements für den kirchlichen Dienst. Seine Frau Annie sowie seine beiden Söhne Dominik und Dennis unterstützen ihn auf diesem Weg mit großer Hingabe.
  • Lieblingsbibelstelle: „Alles vermag ich durch Christus, der mir Kraft gibt“ (Philipperbrief, Kapitel 4, Vers 13).
  • Lieblingsheiliger: Judas Taddhäus.

Mag. Christoph Hecht

©Peter Feigl
  • Alter: 41 Jahre
  • Kurzbiographie: Christoph Hecht, in Wien geboren, ist durch seine pfarrlich sehr aktive Familie in der Pfarre Gersthof aufgewachsen. Der Vater selbst Diakon, seine Mutter Seelsorgerin, die Schwester Pastoralassistentin … Doch 2011 wurden die Weichen seines Lebens durch göttliche Fügung Richtung Niederösterreich gestellt und so kam er in der Pfarre Neu-Guntramsdorf an. Hier wurde sein Glaube bestärkt und er tauchte in das Pfarrleben ein. Er lernte dabei seine Frau Maria im Pfarrkaffee kennen und nun sind sie stolze Eltern von Rebecca und Hannah. Die Berufung zum Diakon erwuchs aus der Gemeinde heraus – die Weichen sind nun gestellt und Gemeinde wie Familie bereit für die Abfahrt in einen neuen Lebensabschnitt.
  • Lieblingsbibelstelle: „Amen, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen“ (Markusevangelium, Kapitel 10, Vers 15).
  • Lieblingsheiliger: Óscar Romero.

Dir. Dipl.-Päd. Franz Knittelfelder

©Peter Feigl
  • Alter: 56 Jahre
  • Kurzbiographie: Aus der Südsteiermark hat es Franz ins Weinviertel verschlagen. Nach der gemeinsamen Ausbildung im Seminar für kirchliche Berufe zog er mit seiner Frau Verena nach Laa an der Thaya. Erste pastorale Erfahrungen sammelte er als Regionaljugendleiter und Pastoralassistent in Poysdorf. Seit 2002 leitet er die Erwachsenenbildung im Schloss Großrußbach und jetzt in der Bildungsakademie Weinviertel in Gaweinstal. Geprägt vom Internat der Salvatorianer in Graz fühlt er sich diesem Orden verbunden. Das Engagement im Vikariat und in seiner Pfarre Laa an der Thaya führte ihn auf den Weg zum Diakonat. Franz ist Vater von vier erwachsenen Kindern und er freut sich über seinen ersten Enkelsohn Felix.
  • Lieblingsbibelstelle: „Ich bin bei Euch alle Tage bis zum Ende der Welt“ (Matthäusevangelium, Kapitel 28, Vers 20).
  • Lieblingsheilige: Hemma von Gurk und seliger Franziskus Maria vom Kreuze Jordan.

Andreas Kriz-Römer

©Peter Feigl
  • Alter: 59 Jahre
  • Kurzbiographie: Andreas hat erst spät zu Gott gefunden. Er war viele Jahre in der Forschung und Entwicklung tätig und ist dort weiterhin nebenberuflich aktiv. Sein Hauptengagement gilt seit vielen Jahren ehrenamtlich und mit viel Herz der Krankenhausseelsorge und der Hospizbegleitung. Sein Glaube ist geprägt von der Erfahrung, von Gott geliebt zu sein und vom Versuch, ihn im Alltag zu erkennen – besonders in der Begegnung mit Menschen in Krankheit, Leid und an den Rändern des Lebens, aufmerksam für ihre Würde und kritisch – auch gegenüber sich selbst und im Umgang mit kirchlichen Strukturen. Er lebt in einer Patchworkfamilie mit seiner Frau Sabine und vier Kindern und ist dankbar für die Menschen, die Gott ihm zur Seite stellt.
  • Lieblingsbibelstelle: „Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist“ (Ezechiel, Kapitel 36, Vers 26).
  • Lieblingsheilige: Aelred von Rievaulx, Óscar Romero, Madeleine Delbrêl.

Ing. Hans Georg Mößner

©Peter Feigl
  • Alter: 64 Jahre
  • Kurzbiographie: Der Glaube hat Hans immer schon fasziniert. Als HTL-Schüler der Bautechnik hat er sogar in Religion maturiert. Seiner Pfarre Wopfing, im Pfarrverband Mittleres Piestingtal, ist er mit vielen Aufgaben verbunden. Eine erstmalige Vertiefung des Glaubens bewirkte 1986 ein Glaubenskurs der Cursillo-Bewegung. 1988 besuchte er zum ersten Mal Medjugorje. Dieser Wallfahrtsort hat sein Leben nachhaltig beeinflusst. Anlässlich einer der Wallfahrten hat er 2002 seine (spätere) Frau Karin kennengelernt, auch seine Söhne Johannes (21) und Simon (19) lieben diesen Ort.
  • Lieblingsbibelstelle: Die Begegnung mit den Emmausjüngern: „Da gingen ihnen die Augen auf ... Und sie sagten zueinander: Brannte uns nicht das Herz in der Brust, als er (Jesus) unterwegs mit uns redete und uns den Sinn der Schrift erschloss?“ (Lukasevangelium, Kapitel  24, Verse 13 bis 35).
  • Lieblingsheiliger: Josef von Nazaret.

Igor Ostojic BSc

©Peter Feigl
  • Alter: 41 Jahre
  • Kurzbiographie: Igor Ostojic wurde in Tuzla (Bosnien und Herzegowina) geboren und kam als Achtjähriger nach Österreich, wo er in Niederösterreich und Wien aufwuchs. In der Pfarre Deutsch-Wagram hat Igor seine geistliche Heimat gefunden. Er wurde im Glauben von seiner Großmutter geprägt, die ihm das Rosenkranzgebet und die Nähe zur Gottesmutter Maria schenkte. Heute bringt er sich in die Sakramentenvorbereitung, Kinderliturgie und als Wortgottesdienstleiter ein. Beruflich arbeitet er als Account Manager bei der Erste Bank. Gemeinsam mit seiner Frau Bobana und den Kindern Nathaniel, Noel und Mila geht er seinen Weg im Vertrauen auf Gottes Führung.
  • Lieblingsbibelstelle: „In deine Hand lege ich voll Vertrauen meinen Geist“ (Psalm 31, Vers 6) und „Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und in wem ich bleibe, der bringt reiche Frucht“ (Johannesevangelium, Kapitel 15, Vers 5).
  • Lieblingsheilige: Mutter Teresa von Kalkutta.

Nikolas Proch MBA BSc

©Peter Feigl
  • Alter: 43 Jahre
  • Kurzbiographie: Aufgewachsen in Deutschland hat es Nikolas über die Schweiz nach Wien verschlagen, wo er als selbstständiger Tourismusberater tätig ist. Seit über 20 Jahren trägt ihn auf seiner Reise die Beziehung zu seiner Frau Eva. Schon im frühen Erwachsenenalter hat sich Nikolas die Frage nach einer geistlichen Berufung gestellt und diese hat ihn nie losgelassen. Eine Begegnung während der Theologischen Kurse brachte ihn in die Schottenpfarre. Dort hat er eine große Verbundenheit zur benediktinischen Spiritualität und Zuneigung zur Liturgie entwickelt. Gleichzeitig begeistert er sich für die Caritasarbeit und Gemeindepastoral. Neben seinem Dienst in der Schottenpfarre unterstützt er das Seelsorgeteam im Caritas Haus Sankt Barbara bei der Gottesdienstgestaltung.
  • Lieblingsbibelstelle: „Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden!“ (Lukasevangelium, Kapitel 24, Verse 5 bis 6).
  • Lieblingsheilige: Hildegard von Bingen.

Thomas Stock

©Peter Feigl
  • Alter: 57 Jahre
  • Kurzbiographie: Thomas ist in einem Marienwallfahrtsort in Bayern aufgewachsen. Als Klinikmanager ist er seit über 25 Jahren in unterschiedlichen Spitälern für tausende Menschen verantwortlich. Seit 2014 ist er als Geschäftsführer und wirtschaftlicher Leiter in der Universitätszahnklinik Wien tätig. Nach dem Abschluss seiner Ausbildung zum Krankenhaus- und Pflegeheimseelsorger ist er auch als ehrenamtlicher Seelsorger in der Unfallchirurgie im AKH Wien im Einsatz. Als Diakon wird er auch für die Menschen in der Pfarre Währing da sein. Als Texter und Komponist hat er viele christliche Pop- und Rocksongs geschrieben.
  • Lieblingsbibelstelle: „Ich weiß Entbehrungen zu ertragen, ich kann im Überfluss leben. In jedes und alles bin ich eingeweiht: in Sattsein und Hungern, Überfluss und Entbehrung. Alles vermag ich durch den, der mich stärkt“ (Philipperbrief, Kapitel 4, Verse 12 bis 13).
  • Lieblingsheiliger: Apostel Thomas.

MMst. Oskar Strauß

©Peter Feigl
  • Alter: 57 Jahre
  • Kurzbiographie: Oskar wurde am 6. August 1969 in Wien geboren. Er ist Vater von zwei erwachsenen Kindern, Felicitas und Maximilian, und Großvater seines Enkelsohnes Ilyas; ein weiteres Enkelkind wird im Dezember erwartet. Nach seiner Ausbildung zum Bäckermeister und Konditormeister arbeitet er heute als selbstständiger Unternehmensberater. Seit rund 40 Jahren engagiert er sich ehrenamtlich, insbesondere in Wien-Simmering. In der Pfarre Altsimmering, in der er als Diakon wirken wird, bringt er sich besonders in der Wärmestube und beim Simmeringer Nachtmahl ein, wo seine Verbundenheit mit Lebensmitteln und sein Dienst an den Menschen zusammenwirken. Den Ruf zum Diakonat vernahm er auf einer Wallfahrt nach Assisi, die er gemeinsam mit franziskanischen Schwestern und seiner Schwester Susanne unternahm.
  • Lieblingsbibelstelle: Hochzeit zu Kana (Johannesevangelium 2,1–11).
  • Lieblingsheiliger: Franz von Assisi.

MMMMag. Michael Tolstiuk

©Peter Feigl
  • Alter: 55 Jahre
  • Kurzbiographie: Michael ist glücklich mit seiner Sabine verheiratet. Daheim sind sie im schönen Natschbach, das bestimmt viele als Autobahnabfahrt kennen. Zu seinen Stärken zählt sicherlich die Freude am Studieren, sodass er heute als Universalgelehrter in Wien als Richter wirkt. Nebenbei unterstützt er seine umtriebige Frau im Bauernladen (die Schnapsbrennerei und das Verwurschten sind ihm nicht fremd) und wirkt an vielen Orten in der Minoriten-Pfarre Neunkirchen mit. Nebenbei laufen noch Einsätze in Sachen Feuerwehr und seine große Liebe zur Ostkirche. Michael und Sabine haben drei erwachsene Kinder.
  • Lieblingsbibelstelle: „Salus animarum suprema lex est“ – „Das Heil der Seelen ist das oberste Gesetz“ (Erster Petrusbrief, Kapitel 1, Verse 8 bis 9 – sinngemäß).
  • Lieblingsheilige: Method und Kyrill.

Bernhard Zölß MSc

©Peter Feigl
  • Alter: 61 Jahre
  • Kurzbiographie: Aufgewachsen ist Bernhard in einer religiös geprägten Familie in Wilhering bei Linz, einem Ort, der durch das Zisterzienserstift bekannt ist. Beruflich ist er in der IT angesiedelt und nach mehreren Stationen seit einigen Jahren als Software-Entwickler für das Umweltbundesamt tätig. Mit seinem Umzug in den 22. Wiener Gemeindebezirk hat er eine neue religiöse Heimat in der Pfarre Aspern gefunden, in der er sich jetzt schon ehrenamtlich in vielfältiger Weise engagiert. Als Diakon wird er dann auch in dieser Pfarre tätig sein.
  • Lieblingsbibelstelle: „Der Herr ist mein Hirte“ (Psalm 23).
  • Lieblingsheiliger: Thomas von Aquin.

Elf neue „Außenminister“

Erzbischof Josef Grünwidl wird am 10. Oktober um 15:00 Uhr im Stephansdom elf Männer  durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen weihen.
Erzbischof Josef Grünwidl wird am 10. Oktober um 15:00 Uhr im Stephansdom elf Männer
durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen weihen.
© Andreas Kriz-Römer

Das Zweite Vatikanische Konzil (1962–1965) hat das Diakonen-Amt wiederbelebt, indem es den Diakonat als „eigene und beständige hierarchische Stufe wiederhergestellt“ hat (Konstitution „Lumen gentium“, 1964). 1970 wurden in unserer Erzdiözese Wien neun Männer von Kardinal Franz König zu Ständigen Diakonen geweiht. Zu den aktuell 209 Ständigen Diakonen in der Erzdiözese Wien kommen nun am 10. Oktober weitere elf hinzu (siehe Bild). Als „Außenminister“ wollen sie die Kirche in die Welt von heute bringen: Ob als „Botschafter“ für das Evangelium, als „Diener der Armen“ an der Seite der Kleinen und Ausgebeuteten oder als „prophetische Mahner“.

Mehr Informationen: erzdioezese-wien.at/diakon

©David Kassl

Radio-Tipp: Perspektiven


5.10., 19:00 Uhr: Leidenschaft für die Bibel: Porträts der künftigen Diakone vor ihrer Weihe durch Erzbischof Josef Grünwidl. ▶ radioklassik.at

Autor:
  • Stefan Kronthaler
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