Radln & betn
Radweg durch das Weinviertel
Am 2. Mai wurde im Pfarrverband Klein Maria Dreieichen ein besonderes Projekt eröffnet: Ein 38 Kilometer langer Radweg, der Sportlichkeit mit Spiritualität verbindet und zu 13 Kirchen und Kapellen der Region führt. Zur feierlichen Segnung kam Generalvikar Nikolaus Krasa extra nach Hollabrunn. Begeistert sind an erster Stelle Pfarrer Eduard Schipfer und seine Gemeinde: „Dieser Radweg lädt dazu ein, die eigene Heimat auf neue Weise zu entdecken“, betont Schipfer. „Es geht nicht darum, möglichst schnell zu sein, sondern darum, bewusst innezuhalten, die Schönheit der Weinviertler Landschaft zu genießen und 13 Mal Einkehr beim Herrn zu halten – eine geradezu apostolisch-marianische Freizeitgestaltung.“
"Radln & Betn"-Radweg
Der neu beschilderte „Radln & Betn“-Radweg ist mehr als nur eine sportliche Herausforderung. Die Idee verbindet die vier Pfarren des Pfarrverbandes Klein Maria Dreieichen, Aspersdorf, Groß, Hollabrunn und Oberfellabrunn, neu miteinander. Die digitale Begleitung des Projekts ist ein extra Bonus, die Route kann als GPX-Datei heruntergeladen werden. An jeder Station gibt es spezielle geistliche Impulse, von Segensworten über Heiligengeschichten bis hin zu theologischen Betrachtungen.
Die Idee und Durchführung des Projekts stammt von Felicitas Taglieber aus Oberfellabrunn, die damit eine Vision verwirklicht hat, die Bewegung, Naturerlebnis und spirituelle Einkehr miteinander verbindet. Das Projekt wurde mit der Unterstützung der Stiftung Weinviertler Sparkasse, der Stadtgemeinde Hollabrunn und der Erzdiözese Wien von ihrem Projektbüro „Offene Kirche“ realisiert.
Und keine Sorge: Die „Radln & Betn“-Route ist für Radfahrer aller Fitnesslevel geeignet. Während sportliche Fahrer die gesamte Strecke an einem Tag bewältigen können, steht es jedem frei, einzelne Abschnitte zu wählen oder die Route auf mehrere Tage zu verteilen. Die 38 Kilometer lange Strecke kann mit einem Mountainbike in etwa zweieinhalb Stunden reiner Fahrzeit bewältigt werden. Bei diesem Radweg geht es jedoch nicht um Geschwindigkeit, sondern um bewusstes Innehalten. Die offenen Kirchentüren entlang des Weges bieten Schutz bei Schlechtwetter und laden zur Pause ein. Fehlt nur noch ein Termin zum Losradeln!