Pessach als Einladung zum Dialog

Seder-Abend
Ausgabe Nr. 17
  • Wien und Niederösterreich
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Ein Seder-Abend folgt einer festen Ordnung, verbindet Texte, Lieder und symbolische Speisen miteinander und erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten.
Ein Seder-Abend folgt einer festen Ordnung, verbindet Texte, Lieder und symbolische Speisen miteinander und erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten. ©iStock/InspirationGP

Am 16. April lud die Israelische Botschaft zu einem Seder-Dinner ins Restaurant Bahur Tov in der Wiener Taborstraße.

Der Einladung folgten zahlreiche Gäste aus Politik, Diplomatie und Gesellschaft, darunter auch Vertreter christlicher Kirchen. Das gemeinsame Mahl stand ganz im Zeichen von Pessach, dem jüdischen Befreiungsfest, und wurde zugleich zu einem Abend des Dialogs, des Erinnerns und des Nachdenkens.

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Seder-Dinner: Texte, Lieder und symbolische Speisen

Ein Seder-Abend folgt einer festen Ordnung, verbindet Texte, Lieder und symbolische Speisen miteinander und erinnert an den Auszug des Volkes Israel aus der Sklaverei in Ägypten. Matze, Bitterkräuter und die vier Becher Wein stehen dabei im Mittelpunkt. Entscheidend ist das gemeinsame Erzählen – und das Fragenstellen der Kinder.
 

Gemeinsam gegen Antisemitismus

Botschafter David Roet sprach seinen tiefen Dank an die USA aus, die für Israel „ein wahrer Freund“ seien, und äußerte zugleich Mitgefühl mit dem iranischen Volk. Seit dem Überfall der Hamas auf Israel habe man „die Leichtigkeit des Seins verloren“, betonte der Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Oskar Deutsch. Antisemitische Vorfälle seien auch in Österreich massiv angestiegen. Umso klarer sei der Auftrag: gemeinsam gegen Antisemitismus aufzutreten. Das wirksamste Gegenmittel sei, jüdisches Leben sichtbar zu machen, zu stärken und zu leben. Judentum bedeute Kultur und Erziehung – und damit einen Beitrag zu einer besseren Gesellschaft.

Pessach beim Seder-Dinner

Oberrabbiner Jaron Engelmayer ­erklärte: Bei Pessach spielten die Kinder eine Schlüsselrolle. Sie stellen die Fragen, auf denen der Seder aufbaut. Sie fragten auch immer wieder: Warum gibt es Antisemitismus? Es sei, so Engelmayer, stets einfacher, Juden die Schuld an Problemen zuzuschieben. Doch das jüdische Volk sei geblieben – über Jahrtausende hinweg. „Wir sind wie Oliven: Je mehr man sie presst, desto reiner wird das Öl.“ In einem lebendigen „Schnelldurchlauf“ führte der Oberrabbiner durch die Liturgie des Seder-Abends. Begleitet wurde dies von traditionellen Speisen: Matze, Bitterkräutern, Fisch- und Fleischgerichten, Salaten, frischem Obst und Wein. Am Ende stand das leicht mitzusingende Lied „Dayenu“ – ein Dank für das viele Gute im Leben.

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  • Portraitfoto von Agathe Lauber-Gansterer
    Agathe Lauber-Gansterer
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