Kurzsichtige Kürzung

Meinung
Ausgabe Nr. 15
  • Meinung
Autor:
Maximilian Deutenhauser ist Fachreferent für Lateinamerika und Georgien. ©Volontariat bewegt

Maximilian Deutenhauser (27) arbeitet für VOLONTARIAT bewegt als Fachreferent für Lateinamerika und Georgien. Er schreibt über das Freiwilligenwesen.

Kurz vor Weihnachten 2025 versetzte das österreichische Außenministerium dem österreichischen Freiwilligenwesen einen schweren Schlag. Praktisch über Nacht wurden mehreren Organisationen die Förderungen für das Jahr 2026 drastisch gekürzt oder gar zur Gänze gestrichen – ohne Vorwarnung, ohne Übergangsfrist.

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Betroffen ist auch der Verein VOLONTARIAT bewegt. Mein persönlicher Bezug dazu ist tief verwurzelt: 2018/19 leistete ich über diesen Verein meinen Zivilersatzdienst in Ambato, Ecuador, ab. Seit 2023 bin ich dort nun hauptamtlich tätig. Ein Jahr lang im Ausland leben, arbeiten und lernen zu dürfen, prägt mich bis heute maßgeblich. Durch die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in Ecuador erhielt ich unmittelbare Einblicke in deren Lebensrealitäten und durfte unschätzbare Erfahrungen sammeln.

Noch heute profitiere ich täglich in meinem Studium und Berufsleben von den sprachlichen Fortschritten, die ich in diesem Jahr erzielt habe – von den internationalen Kontakten und Freundschaften ganz zu schweigen. 

Auslandsfreiwilligendienst

Einsparungen beim Auslandsfreiwilligendienst sind keine einfache Sparmaßnahme. Sie sind ein Angriff auf die österreichische Tugend des ehrenamtlichen Engagements und eine kurzsichtige Kürzung bei der Bildung junger Erwachsener. Damit wird letztlich auch die wirtschaftliche und soziale Zukunft unseres Landes geschwächt.

Der Kommentar drückt seine persönliche Meinung aus!

Autor:
  • Elisabeth Birnbaum
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