Interreligiös stark fürs Klima

Religions For Future
Ausgabe Nr. 23
  • Politik
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Religionen machen sich fürs Klima stark: Religions For Future hat sich am 12. Mai als Verein gegründet, um seine Arbeit zu intensivieren.
Religionen machen sich fürs Klima stark: Religions For Future hat sich am 12. Mai als Verein gegründet, um seine Arbeit zu intensivieren. ©Georg Pulling

Die Gruppe „Religions For Future Vienna“ hat sich am 12. Mai 2026 als Verein gegründet. Der Grund: In stürmischen Zeiten braucht es stabile Strukturen für das Engagement für Klimaschutz und Nachhaltigkeit – aus einer multireligiösen Perspektive.

Bereits seit Beginn der Jugendbewegung „Fridays For Future“ Österreich im Herbst 2019 besteht in Wien die Gruppe „Religions For Future“ aus engagierten Personen aus verschiedenen Religionsgemeinschaften, die nun regelmäßiger auftreten will. Daher gründete die Gruppe nun am 12. Mai einen offiziellen Verein, um ihre Arbeit zu intensivieren und langfristig zu organisieren.

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Religions For Future: Interreligiöser Dialog und Klimaschutz

„Wir möchten uns aus dem Dialog zwischen den Religionen und unseren jeweiligen spirituellen Wurzeln für eine Politik einsetzen, die die Lebensgrundlagen auf diesem wunderbaren Planeten schützt. Dieses Ziel kann nur im Dialog untereinander und in der Zusammenarbeit mit anderen Organisationen erreicht werden“, schreibt Vereinsmitglied Rafael Haigermoser über die Ziele von „Religions For Future Vienna“.

Die Gründungsmitglieder repräsentieren das Christentum, den Buddhismus und die Bahai-Tradition. Aus einem interreligiösen Gottesdienst auf der besetzten Baustelle der Stadtstraße Aspern in Hirschstetten, der primär von der Katholischen Aktion Wien organisiert und vom Steyler Missionar Pater Franz Helm geleitet wurde, entstand ein neuer Anlauf für einen „Stammtisch“, zu dem seither regelmäßig zehn bis 20 Personen kommen. 

Vereinsgründung von "Religions For Future"

Eine Hauptaufgabe bestand darin, die Unterstützung und Teilnahme der Religionsgemeinschaften für die internationalen Klimastreiks der Fridays-­Bewegung zu organisieren und dafür zu mobilisieren. Am 12. Mai erfolgte dann mit der Gründungsversammlung der Start für die Vereinsgründung. Neben dem neuen Verein in Wien bestehen derzeit in mehreren Bundesländern aktive regionale Gruppen in Tirol, Salzburg und der Steiermark. 
 

 „Was ihr vorhabt, ist in unserer Zeit ungeheuer wichtig."

David Steindl-Rast

Zustimmung von mehreren Seiten

Zustimmung zur Vereinsgründung kommt unter anderem vom Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky und Bruder David Steindl-Rast. Der neue Verein möge dazu beitragen, so ­Turnovszky, „dass Menschen aller Religionen sich lokal vernetzen, um aus ihrem Glauben heraus gelebte Schöpfungsverantwortung voranzutreiben“. Auch der 99-jährige Benediktinermönch Steindl-Rast – einer der Pioniere des christlich-­buddhistischen Dialogs – betont in einem Grußwort zum Gründungstreffen die Bedeutung der Ehrfurcht: „Was ihr vorhabt, ist in unserer Zeit ungeheuer wichtig. Es scheint mir das Stichwort Ehrfurcht dahinterzustehen: Ehrfurcht vor der Umwelt, Ehrfurcht vor der Mitwelt, Ehrfurcht vor jedem Menschen. Und wenn wir gemeinsam – jung und alt – uns darum neu bemühen, dann wird etwas ganz Neues entstehen.“ Als Mitglied des Vorstands von „Fridays For Future Austria“ überbrachte Sofia ­Scherer die Glückwünsche zur Vereins­gründung. 

Gebet zum Franz-von-Assisi-Todestag

Für Herbst ist ein österreichweites Treffen geplant, ebenso ein interreligiöses Gebet anlässlich des 800. Todes­tages von Franz von Assisi in der Franziskaner­kirche Ende September in Wien. 

Autor:
  • Cornelia Grotte
  • Kathpress
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