Klimastreik: Warum Religionen vereint protestieren

Für eine klimagerechte Zukunft
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Klimastreik in Wien
Klimastreik in Wien unter Beteiligung von Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Konfessionen und Religionen, darunter der Wiener Weihbischof Stephan Turnovszky (Mitte) gemeinsam mit dem Wiener evangelisch-lutherischen Superintendenten Matthias Geist (rechts) und dem Abt des Schottenstifts, Nikolaus Poch (links). ©Markus A. Langer
Frauen der Katholischen Aktion mit Transparent
Die Katholische Aktion Österreich macht auf den notwendigen Wandel in der Gesellschaft aufmerksam. ©Markus A. Langer
Plakat "Kein Planet B" beim Klimastreik
Junge Menschen warnen davor, dass es keinen Planeten B als Alternative gibt. ©Markus. A. Langer
Religions for Future Klimastreik
Steyler Missionar Franz Helm hält ein Schild in der Hand: Die Bewahrung der Schöpfung vereint die Religionen. ©Markus A. Langer
Ordensleute beim Klimastreik
Seit vielen Jahren bemühen sich Ordensleute in besonderer Weise um einen klimagerechten Lebensstil. ©Markus A. Langer

Klimastreik: Wie Religionen in Wien für den Klimaschutz vereint stehen - Einblicke in die interreligiöse Zusammenarbeit und die Rolle der Kirche.

Beim Klimaschutz müssen alle Religionen zusammenstehen. Das war der Tenor der interreligiösen Auftaktveranstaltung zum Klimastreik am Freitag, 15. September, in Wien. Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Kirchen und Religionen versammelten sich zu Mittag im Innenhof der Armenisch-apostolischen Kirche in Wien-Landstraße. Für den Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) sprach der serbisch-orthodoxe Bischof Andrej Cilerdzic und hob das gemeinsame Anliegen der Schöpfungsverantwortung hervor. Alle 17 im ÖRKÖ vertretenen Kirchen würden nicht nur hinter dem Anliegen des Klimaschutzes stehen, sondern diesem auch höchste Priorität beimessen. Man sei zur Zusammenarbeit mit allen Religionen und Menschen guten Willens bereit, so der Bischof in seiner kurzen Ansprache.

Abt Nikolaus Poch vom Wiener Schottenstift hob in seinem Statement u. a. die Bedeutung der Orden und Klöster für den Klimaschutz hervor. Seit vielen Jahren bemühten sich die Ordensleute in besonderer Weise um einen klimagerechten Lebensstil. Ein solcher sei gleichsam auch in die DNA vieler Ordensgemeinschaft geschrieben, sagte Poch.

Organisiert wurde die Auftaktveranstaltung in der armenischen Kirche von "Religions For Future Vienna". Neben den beiden christlichen Rednern ergriffen auch Vertreterinnen der Muslime, Buddhisten und der Bahai das Wort. Von kirchlicher Seite nahmen auch der Wiener evangelische Superintendent Matthias Geist, der reformierte Landessuperintendent Thomas Hennefeld, der methodistische Superintendent Stefan Schröckenfuchs, P. Franz Helm von den Steyler Missionaren und Sr. Anneliese Herzig von der Österreichischen Ordenskonferenz teil. Nach den Reden schlossen sich die Teilnehmenden der religiösen Kundgebung der allgemeinen Klima-Demonstration durch die Wiener Innenstadt an, mit dabei auch der Wiener Weihbischof und österreichische Jugend-Bischof Stephan Turnovszky.

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  • Porträtfoto von Markus Langer
    Markus A. Langer

Weihbischof Turnovszky über Schöpfungsverantwortung

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