Diese Suppe ist gut auszulöffeln
Familienfasttag
Wie kann gesellschaftliche Teilhabe unter Bedingungen von Armut, Gewalt und struktureller Ausgrenzung gelingen? Dieser Frage widmete sich die Veranstaltung der Katholischen Frauenbewegung (kfb) am 24. Februar zum Familienfasttag im österreichischen Parlament. Im Zentrum stand die Solidarität mit Frauen in Indien durch die Organisation Social Education and Environment Development Society (SEEDS) in ihrer kontinuierlichen Aufbauarbeit in Jharkhand.
Suppe für die Stärkung von Frauen
Worum geht es? Frauen werden gestärkt, ihre Rechte wahrzunehmen, wirtschaftlich selbstbestimmt zu handeln und gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen. Eine Win-Win-Situation für die Frauen, die seit 20 Jahren von der kfb aus Österreich unterstützt werden. Im Mittelpunkt steht ein konsequent partizipativer Ansatz: Ausgebildete und ermächtigte Dorffrauen erkennen und analysieren die Probleme in ihren Gemeinden und erarbeiten gemeinsam im Dorf nachhaltige Lösungen für alle. Angelika Ritter-Grepl (Bild Mitte) freute sich als Vorsitzende der Katholischen Frauenbewegung über die unterstützenden Stimmen bei der diesjährigen Solidaritätsaktion: Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner (5. v. l.), First Lady und First Volunteer Doris Schmidauer (6. v. l.) sowie Gastgeber Bundesratspräsident Markus Stotter (4. v. r.) und Bischof Wilhelm Krautwaschl (4. v. l.). Im Kurzinterview meinte Krautwaschl, dass der Einsatz für globale Gerechtigkeit und die Stärkung von Frauen auch als kirchlicher Auftrag verstanden wird. In dieser Frage seien wir alle als Lernende gemeinsam unterwegs.
Suppen als sympathische Fundraising-Aktion
Im Anschluss an das Programm wurde zu einem Suppenempfang eingeladen. Die beiden Suppen, eine Altwiener Erdäpfelsuppe sowie ein indisches Linsen-Kokos-Gericht, wurden in bewährter Weise von der Fachhochschule MODUL University Vienna zubereitet und serviert. Sie symbolisieren die sympathische Fundraising-Aktion, bei der seit vielen Jahren Suppen für Spenden verteilt werden. Die Veranstaltung zum Familienfasttag zeigte so auch 2026: Christliche Solidarität und tätige Mithilfe sind Motoren gesellschaftlicher Veränderung, in Indien wie in Österreich. Oder wie Markus Stotter der Aktion attestierte: „Das Fastensuppenessen ist ein Teil dieser Haltung, ein Akt der Nächstenliebe, um Verantwortung füreinander zu übernehmen.“