Die Drohung in der Stiftsbibliothek

Anekdoten
Ausgabe Nr. 9
  • Heiter bis heilig
Autor:
Klosterschatz: „Du sollst nicht begehren deines Nächsten Buch.“ ©Alexander Galler / Isorauschen

Die Stiftsbibliothek Klosterneuburg ist laut ihrer Website mit mehr als 270.000 Bänden die größte Privatbibliothek Österreichs. Die ältesten Werke sind Handschriften aus dem Mittelalter und Drucke (Inkunabeln) bis 1500.

Bücher waren viele Jahrhunderte lang sehr kostbar, da ihre Herstellung aufwändig war. Lange wurden sie mit der Hand geschrieben, oft sind sie kunstvoll verziert worden, manchmal sogar vergoldet. Damit wurden sie mitunter ein begehrtes Diebesgut. Um potentielle Diebe von ihrem Vorhaben abzuhalten, griff man auf ein besonderes Mittel zur Abschreckung zurück: 

Werbung

die Drohung. In der Stiftsbibliothek befindet sich ein Buch über das Ende der Welt, in dem der Dieb mit dem Tod bedroht wird, und zwar durch eine Darstellung Jesu mit zwei Schwertern im Mund. 

Buch noch in Stiftsbibliothek

Die Maßnahme hat ihre Wirkung nicht verfehlt. Das Buch ist bis heute vorhanden.

©Wiener Domverlag

Buchtipp: Beten, Herr Pfarrer!

Weitere lustige Anekdoten finden Sie in "Beten, Herr Pfarrer!" von Bernadette Spitzer.

 

Beten, Herr Pfarrer! – Anekdoten zwischen Alltag und Altar. Von Bernadette Spitzer, 176 Seiten, ISBN: 978-3-85351-332-3, EUR 27,00 

 

Hier geht es zur Buchbestellung

Schlagwörter
Autor:
  • Bernadette Spitzer
Werbung

Neueste Beiträge

| Heiligenschein
Widerstand im Ordenskleid

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

| Hirtenhund
Hirtenhund

Der Hirtenhund bellt diese Woche über den Glauben und seine Weitergabe.

| Theologie
Frauen im Tanach

Der Tanach scheint ein Buch der Patriarchen zu sein. Doch Frauen sind aus der hebräischen Bibel nicht wegzudenken: Retterinnen, Prophetinnen und Stammmütter prägen den Tanach von Eva bis Esther.