Christkönig – ein Ideenfest

Meinung
Ausgabe Nr. 46
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Ingrid Fischer (64) hat Psychologie und Humanbiologie sowie Theologie studiert. Sie ist Programmleiterin der AKADEMIE am DOM der Theologischen Kurse.
Ingrid Fischer (64) hat Psychologie und Humanbiologie sowie Theologie studiert. Sie ist Programmleiterin der AKADEMIE am DOM der Theologischen Kurse. ©Stefanie Jeller/Erzdioezese Wien

Ingrid Fischer (64), Programmleiterin der AKADEMIE am DOM der Theologischen Kurse, schreibt über die Idee des Christkönigsfests.

Das Christkönigsfest ist ein Kind seiner Zeit: Nach dem Ende der großen Monarchien in Europa begann der gesellschaftliche Einfluss der katholischen Kirche zu schwinden. 

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Im Heiligen Jahr 1925 von Pius XI. eingeführt, sollte das von drei Vorgängerpäpsten abgelehnte, dann aber rasch populäre Ideenfest mit Wurzeln in der Herz-Jesu-Frömmigkeit des 19. Jahrhunderts nicht nur das Königtum Christi feiern, sondern der Kirche erlauben, dessen Anerkennung durch Nationen und Staaten weltweit einzufordern. Vor allem die katholische Jugend begeisterte sich für ihren männlich-idealen König im zunächst politischen, später spirituellen Kampf zur Ausbreitung seines Reiches: gegen Laizismus und Kommunismus und im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. 

Chistkönig-Verehrung

Die Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils verlegte das Fest jedoch bewusst ans Ende des Kirchenjahres, um die Offenbarung der Allherrschaft Christi – „nicht von dieser Welt“ (Johannes 18,36) – mit seiner Wiederkunft zu erwarten: In die Welt gekommen, um zu dienen, wird Christus dann „über die Erde erhöht, alle zu [ihm] ziehen“ (vergleiche Johannes 12,32). Diesen König erkannt und verehrt haben die drei Weisen aus der Fremde. Ihrem Beispiel folgt die Kirche seit dem vierten Jahrhundert. – zu Epiphanie.

Der Kommentar drückt ihre persönliche Meinung aus!

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  • Ingrid Fischer
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