Andere Medien
Ihnen gesagt
Vergangene Woche trafen die österreichischen Kirchenzeitungen zu ihrer Jahrestagung zusammen – dieses Mal in Matrei am Brenner. Bei der gemeinsamen Messfeier in Maria Waldrast, einem bedeutenden Ort auch für den katholischen Widerstand während des NS-Regimes, vertraute uns der Generalvikar der Diözese Innsbruck, Roland Buemberger, einige Gedanken an:
Kirchliche Medien: Mehr als Information
1. Kirchlicher Journalismus und Kirchenzeitung sind mehr als Information. Wenn die Kirchenzeitungen mit feinem Gefühl unterscheiden, was Information ist und was Inhalt, dann können wir den Menschen eine tragendere, sinngebendere Antwort geben als andere Medienformate.
Menschen sind Freunde, nicht Datenpunkte
2. Kirchlicher Journalismus und Kirchenzeitung sind Beziehung statt Instrumentalisierung. Der andere ist kein Mittel, kein Klick, keine Quote, kein „Content“. Wir wollen als Kirche durch unsere Medien die Menschen nicht instrumentalisieren. Kirchlichen Journalismus müssen wir auch aus der Perspektive der Seelsorge sehen: Menschen sind Freunde, nicht Datenpunkte. Geschichten sind nicht Ware, sondern Zeugnisse von Leben. Die stärkste Öffentlichkeit entsteht dort, wo Menschen nicht benutzt, sondern ernst genommen werden.
Kirchliche Medien wollen Frucht bringen
3. Kirchlicher Journalismus will im biblischen Sinn Frucht bringen. Was gewinnt der Mensch durch das Lesen einer Kirchenzeitung? Worin kann er wachsen? Wie helfen wir ihm, Frucht zu bringen – im Glauben, in der Hoffnung, in der Solidarität? Wie artikulieren wir Anliegen wie Menschenwürde, Hingabe, Erfüllung, Sinn, Gott?
Welche Art von Öffentlichkeit entsteht, wenn Kommunikation von der größeren Liebe, die Jesus uns aufzeigt, geleitet ist?