Vom Stift zum Stifterl

Anekdoten
Ausgabe Nr. 42
  • Heiter bis heilig
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Wie die kleine Weinflache zum "Stifterl" wurde.
Wie die kleine Weinflache zum "Stifterl" wurde. ©Wikicommons/Herbert Frank/CC BY 2.0

Das Stift Klosterneuburg wurde zum Namensgeber einer Flaschengröße. Man sprach bald nicht mehr vom "kleinen Weinflascherl" sondern vom "Stifterl".

Die Bezeichnungen für Wein leiten sich bei uns in der Regel von der Maßeinheit ab. Man bestellt ein Achterl oder ein Vierterl. Weinflaschen fassen in der Regel einen Liter. Allerdings gibt es auch kleine Flaschen, vor allem für Sekt, die nur 250 ml fassen. Diese nennt man „Stifterl“. Der Hintergrund ist, vielleicht überraschend, ein katholischer. Seinen Namen hat das Stifterl nämlich von einem Stift, und zwar von jenem, das das größte und älteste Weingut Österreichs betreibt – dem Stift Klosterneuburg. 

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Stifterl: Vorsorglich gegen einen hohen Alkoholpegel

1950 kam die Anfrage der Austrian Airlines, für die Fluggäste der First Class Wein abzufüllen, aber in kleinen Mengen, damit der Alkoholspiegel nicht zu hoch würde. Damals waren es noch 0,375 Liter. Die Mitarbeiterinnen und die Boardcrew der AUA sprachen aber bald nicht mehr vom „kleinen Weinflascherl aus dem Stift Klosterneuburg“, sondern vom „Stifterl“, verniedlicht, weil nur eine kleine Menge. Und so wurde das Stift Klosterneuburg zum Namensgeber einer Flaschengröße. 

©Wiener Domverlag

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Beten, Herr Pfarrer! – Anekdoten zwischen Alltag und Altar. Von Bernadette Spitzer, 176 Seiten, ISBN: 978-3-85351-332-3, EUR 27,00 

 

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  • Bernadette Spitzer
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