Unterschriften gegen Kürzungen bei Familien

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Ausgabe Nr. 24
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Der Katholische Familienverband Österreichs hat 20.000 Unterschriften gegen die von der Regierung geplanten Kürzungen bei Familien gesammelt.
Der Katholische Familienverband Österreichs hat 20.000 Unterschriften gegen die von der Regierung geplanten Kürzungen bei Familien gesammelt. ©iStock/JackF

Barbara Fruhwürth (59) schreibt als Vizepräsidentin des Katholischen Familienverband über die Unterschriftensammlung gegen die Kürzungen bei Familien.

Es sind keine Kürzungen, niemand bekommt deswegen weniger!“, antwortet Familienministerin Claudia Plakolm, wenn sie darauf angesprochen wird, dass die Valorisierung der Familienleistungen für die Jahre 2026 und 2027 ausgesetzt wird. Dabei gilt erst seit 2023, was für Leistungen wie Pensionen, Parteienförderung oder Pflegegeld selbstverständlich ist: eine Wertsicherung, indem diese Leistungen jährlich an die Inflation angepasst werden. Bis dahin wurde das pauschale Kinderbetreuungsgeld 20 (!) Jahre nicht erhöht; die Familienbeihilfe in den letzten 25 Jahren auch nur sporadisch.

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Kürzungen bei Familien, den "Hochleistungsträgern der Gesellschaft"

Familien sind Hochleistungsträger der Gesellschaft. Kinder zu betreuen, sie zu erziehen und zu begleiten ist Arbeit! Arbeit, auf die die Gesellschaft nicht verzichten kann. Ausgerechnet hier die Wertanpassung auszusetzen, zeugt von mangelnder Wertschätzung der Familienarbeit. Auch wenn es stimmt, dass niemand weniger bekommt. Wenn aber alles teurer wird, können sich Familien eben weniger leisten. Das ist sozialpolitisch ein Skandal. Es trifft vor allem Mehrkindfamilien und Familien im unteren Einkommensbereich besonders hart. Und es ist auch ökonomisch unklug, denn Familien kurbeln unmittelbar die Konjunktur an.  

Gürtel enger schnallen - aber keine Kürzungen bei Familien

 Wir müssen den Gürtel enger schnallen, keine Frage. Wer aber bei den Familien spart, spart am Fundament und sägt am Ast, auf dem alle sitzen. Wen wundert es, dass Familien immer seltener ihren geäußerten Wunsch nach mehr Kindern verwirklichen? Der Druck wächst rasant und diese Maßnahmen zeigen, wie viel der Regierung die Zukunft wert ist: herzlich wenig. Wer Zukunft will, darf nicht nur bis zur nächsten Wahl denken, sondern muss den Mut haben, in Generationen zu denken. 
 

20.000 Unterschriften gegen Kürzungen bei Familien

Weil Familien – genau wie andere Gruppen auch –  Verlässlichkeit verdienen, haben wir Anfang Mai die Petition ▶ mein.aufstehn.at/petitions/kurzungen-fur-familien-nicht-mit-uns gestartet und bis jetzt knapp 20.000 Unterschriften gesammelt. „Familien sind vielfältig. Sie sind und bleiben zentral für eine funktionierende, zukunftsfähige Gesellschaft. Ohne Kinder gibt es keine Zukunft“, steht plakativ auf Seite 7 im aktuellen Regierungsprogramm. Drei Monate später ist alles anders. Wer Wasser predigt und Wein trinkt, ist unglaubwürdig. 

Der Kommentar drückt die persönliche Meinung der Autorin aus!

Autor:
  • Barbara Fruhwürth
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