Religionsunterricht macht dialogfähig

Bildung und Erziehung
Ausgabe Nr. 17
  • Politik
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Offen zu bleiben für Gespräche – das lernen Kinder und Jugendliche vor allem auch im konfessionellen Religionsunterricht.
Offen zu bleiben für Gespräche – das lernen Kinder und Jugendliche vor allem auch im konfessionellen Religionsunterricht. ©istock/izusek

Deutliche Kritik an einem Resolutionsentwurf des Europarates über religiöse Bildung und Erziehung kommt von der katholischen Kirche in Österreich.

Religiöse Bildung oder Erziehung solle „objektiv und nicht konfessionell sein“ und „keine Religion gegenüber einer anderen begünstigen“. Das steht unter anderem in einem Resolutionsentwurf des Europarates mit dem Titel „Bekämpfung von Diskriminierung aufgrund der Religion und Schutz der Religions- oder Glaubensfreiheit in Europa“.

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Debatte über konfessionellen Religionsunterricht

In einem Schreiben an die österreichischen Vertreter in der Parlamentarischen Versammlung des Europarats, die über den Resolutionsentwurf abstimmen sollen, qualifiziert Bischof Wilhelm Krautwaschl, der in der Bischofskonferenz für Bildung und Schule zuständig ist, den Text des Resolutionsentwurfes in einigen Passagen als „unannehmbar“. An entscheidenden Stellen gäbe es unklare und irreführende Begriffe sowie negative Vorurteile gegenüber dem konfessionellen Religionsunterricht. Demgegenüber hält der Bischof fest: „Es gilt vielmehr zu betonen, dass gerade konfessioneller Religionsunterricht die Achtung anderer Religionen und Weltanschauungen sowie der Menschenrechte, Religions- und Meinungsfreiheit und auch einen Beitrag zum friedlichen Zusammenleben und gesellschaftlichen Zusammenhalt beinhaltet, weil erst der eigene Standpunkt dialogfähig macht.“  

Konfessionellen Religionsunterricht gäbe „tiefen Einblick in andere Weltreligionen und -anschauungen“

Kritik am Resolutionsentwurf gab es auch vom Präsidenten des Katholischen Laienrates Österreichs, Wolfgang Mazal. Er betonte, dass es „inhaltlich nicht nachvollziehbar“ sei, „Objektivität als Gegensatz zu Konfessionalität zu verstehen, weil religiöse Inhalte auch objektiv vermittelt werden können“. Der Katholische Familienverband hält fest, dass konfessionelle Erziehung einen „entscheidenden Beitrag zur persönlichen Entwicklung, Wertevermittlung und gesellschaftlichen Teilhabe“ leiste, und zudem „Respekt und Nicht-Diskriminierung aktiv“ vermittle.Der Mittelschüler-Kartell-Verband (MKV) betonte das Recht auf religiöse Erziehung und wies darauf hin, dass Kinder und Jugendliche im konfessionellen Religionsunterricht einen „tiefen Einblick in andere Weltreligionen und -anschauungen“ bekämen, man behandle ethische und philosophische Themen und beschäftige sich mit Kirchen- und Kunstgeschichte. 

Autor:
  • Portraitfoto von Andrea Harringer
    Andrea Harringer
  • Kathpress
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