Militärschlag gegen Iran: Was nun?

Nahost: Was Christen noch tun können
Ausgabe Nr. 10
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Die Antwort der Christen: Leo XIV. appelliert, für den Frieden zu beten.
Die Antwort der Christen: Leo XIV. appelliert, für den Frieden zu beten. ©wikicommons/Edgar Beltrán, The Pillar/CC BY-SA 4.0

Nach dem Militärschlag gegen den Iran riefen Papst Leo XIV. und Erzbischof Josef Grünwidl eindringlich zum Gebet für den Frieden im Nahen und Mittleren Osten auf.

Mit einem eindringlichen Appell hat Papst Leo XIV. dazu aufgerufen, die „Spirale der Gewalt“ im Nahen Osten zu stoppen. Er verfolge mit großer Besorgnis die aktuellen Ereignisse im Nahen Osten und im Iran, sagte der Papst am 1. März auf dem Petersplatz. 

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Beten für den Iran und Frieden

Israel und die USA haben am 28. Februar einen großangelegten Militärangriff auf Ziele im Iran gestartet. Nach Angaben beider Regierungen handelte es sich um einen Präventivschlag gegen sicherheitsrelevante Einrichtungen und führende Vertreter des Regimes. „Stabilität und Frieden lassen sich nicht durch gegenseitige Drohungen oder durch Waffen, die Zerstörung, Leid und Tod bringen, erreichen, sondern nur durch einen vernünftigen, authentischen und verantwortungsvollen Dialog“, sagte der Papst. Angesichts der Möglichkeit einer Tragödie von enormem Ausmaß richte er seinen eindringlichen Appell an alle Beteiligten: Sie sollten die moralische Verantwortung übernehmen, die Spirale der Gewalt zu stoppen, bevor sie zu einem unüberwindbaren Abgrund werde. Die Diplomatie möge ihre Rolle wiederfinden und das Wohl der Völker fördern, die sich nach einem friedlichen Zusammenleben auf der Grundlage der Gerechtigkeit sehnten. Abschließend forderte der Papst die Menschheit dazu auf, weiterhin für den Frieden zu beten. 

„Ich bitte alle, um Frieden zu beten.“

Auch Erzbischof Josef Grünwidl hat zum Gebet aufgerufen: „Ich bitte alle, um Frieden zu beten.“ Hass und Fanatismus seien das größte Hindernis für einen gerechten, dauerhaften Frieden im Nahen und Mittleren Osten, und diese würden durch Bomben nicht geringer, sondern drohten zu eskalieren. Die Antwort darauf sei aus christlicher Perspektive das Gebet. „Beten wir daher mit aller Kraft und Hoffnung um Wunder in den Herzen aller Verantwortlichen. Und nehmen wir die Ereignisse als ernste Mahnung, ganz konkret in unserer eigenen Umgebung friedfertig zu sein“, betonte der Erzbischof.

Der Apostolische Vikar von Nordarabien, Bischof Aldo Berardi, rief die Gläubigen zu Ruhe, Gebet und strikter Beachtung staatlicher Sicherheitsanweisungen auf. Zum Vikariat Nordarabien gehören Bahrain, Kuwait, Katar und Saudi-Arabien. Ähnlich äußerte sich der Apostolische Vikar von Südarabien, Bischof Paolo Martinelli. „Vor allem ist es jetzt wichtig, dass wir im Gebet für den Frieden vereint bleiben“, betonte er. Er rief dazu auf, täglich den Rosenkranz für Frieden und Versöhnung zu beten. Das Apostolische Vikariat Südarabien umfasst die Vereinigten Arabischen Emirate, Oman und den Jemen. 

Nach Schlag gegen Iran: Auch Katholiken unter Beschuss

In den Golfstaaten lebt eine große Zahl katholischer Arbeitsmigranten, insbesondere aus Asien. Eine katholische Altenpflegerin von den Philippinen war das erste Opfer des iranischen Raketen-Angriffs auf Israel. Die 32-jährige Mary Ann Velasquez de Vera wurde von Bomben-Splittern lebensgefährlich verletzt, als sie ihre Pflegeperson beim Raketenalarm in Tel Aviv zu einem Schutzbunker begleitete. Beide starben.

Autor:
  • Kathpress
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