„Mein ‚Ja‘ zu Jesus wiederhole ich immer“

Glaubenszeugnis
Ausgabe Nr. 25
  • Spiritualität
Autor:
Clemens Reinprecht trägt sichtbar ein Kreuz und manchmal T-Shirts mit einem Spruch wie ‚Jesus is Lord‘. © U-Turn Graz

Clemens Reinprecht hat sich als Neunjähriger bewusst entschieden, mit Jesus durchs Leben zu gehen. Heute organisiert er Treffen und Gebetskreise für Kinder und Jugendliche.

Clemens Reinprecht stammt aus Ebreichsdorf in Niederösterreich und studiert seit drei Jahren in Graz Medizin. 

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Clemens, du bist in einer gläubigen Familie aufgewachsen, der Glaube war von Beginn an für dich selbstverständlich. Gab es trotzdem einen Moment, in dem du dich selbst bewusst für Gott entschieden hast? 

Meine ersten eigenen Schritte habe ich bei den ‚Tagen mit Jesus‘ gemacht, einer Veranstaltung für Kinder der ‚Initiative Christliche Familie‘. Dort gab und gibt es die Möglichkeit, sein Leben Jesus anzuvertrauen.
Den Kindern wird erklärt, was das bedeutet, und sie entscheiden, ob sie es wollen. Für mich war es damals das erste Mal, dass ich gesagt habe: Jesus, ich möchte für dich leben. 

Wie alt warst du?

Ich war neun Jahre alt. Seitdem habe ich dieses ‚Ja‘ zu Jesus immer wieder wiederholt. 

Jesus ist mein Begleiter

Du warst noch sehr jung. Was hat dieser Schritt damals für dich bedeutet?

Für mich bedeutete es, mit dem, was mich beschäftigt hat, zu Jesus zu kommen. Zu sagen: Jesus, ich vertraue dir. 
Für mich als Neunjährigen hieß es, mich mit dem Ärger, den ich empfand, oder mit meiner Dankbarkeit an Jesus zu wenden. Heute als Student komme ich auch mit meinen alltäglichen Sorgen – jeder Lebensabschnitt hat seine eigenen Nöte. 

Seit ein paar Jahren bist du selbst im Leitungsteam für die ‚Tage mit Jesus‘. Was wünschst du dir für die Kinder, die ihr begleitet?

Die Kinder sind zwischen neun und dreizehn Jahre alt. Es sind zwei essentielle Dinge, die wir ihnen zeigen möchten: Erstens, wie schön es ist, mit Gott in Beziehung zu leben.
Zweitens, wie wichtig die Freundschaft untereinander ist. Dass man den Weg des Glaubens gemeinsam mit anderen gehen kann. Es ist ganz toll, wenn man Kinder auf diesem Weg begleiten kann.

„Meine ersten eigenen Schritte habe ich bei den ‚Tagen mit Jesus‘ gemacht.“ 

.

In Ebreichsdorf, wo du aufgewachsen bist, hast du einen Gebetskreis für Jugendliche mitgegründet. 

Wir haben gemerkt, dass es bei uns in der Gegend kaum Angebote für junge Menschen gibt, wo man gemeinsam betet. Also haben wir den Gebetskreis gegründet. Er heißt ‚Revive our souls‘, und wir treffen uns einmal im Monat im Pfarrsaal. Begonnen haben wir mit fünf bis zehn Jugendlichen, wovon ich und meine drei älteren Schwestern schon mal vier Personen waren. Mittlerweile treffen sich 30 bis 40 Jugendliche aus der Gegend. Wir haben eine Zeit des Lobpreises, der Anbetung und feiern dann eine Heilige Messe. Oft hält eine Person, die schon länger im Glauben ist, einen Impuls über ein Thema. Danach sitzen wir gemütlich zusammen, spielen etwas oder plaudern.

Du studierst in Graz Medizin. Kommst du mit Studienkollegen auch über deinen Glauben ins Gespräch? 

Ich trage sichtbar ein Kreuz und manchmal T-Shirts mit einem coolen Bild oder einem Spruch wie ‚Jesus is Lord‘. Ich verstehe mich gut mit den Leuten, und manchmal kommt mein Glaube auch zur Sprache. Ich verstecke ihn nicht. Hin und wieder werde ich auch angesprochen. Manchmal werde ich sogar gefragt, ob ich für jemanden beten kann. Erst letztens von einer Person, von der ich es mir gar nicht erwartet hätte.

Du hast gar keine Scheu? 

‚Gar keine‘ ist vielleicht übertrieben. Es gibt schon Situationen, in denen ich mir ein bisschen schwerer tue. Aber ich sehe das auch als Challenge. Ich bin ja der Überzeugung, dass wir Christen eine wichtige Botschaft haben und dass jeder Mensch, auch wenn er es nicht weiß, sich nach einer Beziehung mit Jesus sehnt.

Schlagwörter
Autor:
  • Sandra Lobnig
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