31. Juli: Heiliger Ignatius von Loyola

Unterscheidung der Geister
Ausgabe Nr. 28
  • Heiligenschein
Autor:
©Irenen Unger

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Hätte es im 15. Jahrhundert  schon das Internet gegeben, wer weiß, ob wir nicht um diesen großen Heiligen ärmer wären: Ignatius von Loyola, der Gründer des Jesuitenordens.

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Ignatius nimmt die Bibel an sich

Er wurde 1491 auf Schloss Loyola im Baskenland geboren. Mit etwa 13 wurde er Page am Hofe des königlichen Schatzmeisters. Er war ein leidenschaftlicher Spieler und liebte schöne Frauen. Mit 26 Jahren trat der ehrgeizige junge Mann in den Dienst des kastilischen Vizekönigs zu Navarra. Doch dann wurde während einer Schlacht sein Bein von einer Kanonenkugel zertrümmert. Ignatius war monatelang ans Bett gefesselt. Aus Langeweile wollte der Dreißigjährige Ritterromanzen lesen, aber im elterlichen Schloss gab es nur ein Buch über das Leben Jesu und Heiligenlegenden. Und eben kein Internet, sonst – tja… So aber las er notgedrungen die Legenden, und die bewirkten in ihm eine allmähliche Änderung seiner Lebenseinstellung. Er wollte nun ein geistliches Leben führen.

Ignatius von Loyola: Gründer des Jesuitenordens

Es dauerte mehrere Jahre, bis Ignatius die für ihn passende Form fand. Mit 43 gründete er in Paris mit sechs Studienkollegen eine Bruderschaft, die sie später die Gesellschaft Jesu nannten. Neu war, dass sie keine Ordenstracht trugen, keine fixen Gebetszeiten hatten und sich ganz dem Papst und der Mission unterstellten. Das Konzept ging voll auf.

Ignatius von Loyola starb mit 64 am 31. Juli 1556 in Rom an einem Magenleiden. Da hatte der Orden bereits 1000 Mitglieder. 1622 wurde er heiliggesprochen.
Namenstag haben heute auch Elisabeth und Helena.

 

Buchcover Von Bischofsstab bis Besenstiel
©Wiener Dom-Verlag

Das Buch zum Podcast

Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.

 

Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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Autor:
  • Bernadette Spitzer
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