Krieg und Frieden

Buchtipps - Folge 5
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Drei Bücher zu Glauben, Krieg und Frieden.
Drei Bücher zu Glauben, Krieg und Frieden. ©Herder/Canva

"Frieden" ist eine Ursehnsucht des Menschen. Zu kriegerisch waren und sind oft die Auseinandersetzungen. Schon die hebräische Bibel kennt den ersehnten "Shalom", die erfüllte Friedensepoche.

Seit dem Verlust des Kirchenstaates im Jahr 1870 beschränkt sich die Macht der Päpste ausschließlich auf das Wort. Jörg Ernesti zeigt in seinem Buch "Friedensmacht" den großen politischen Einfluss der Päpste, auch wenn sie keine Armeen mehr haben. Angesichts des seit Februar 2022 andauernden Krieges in Europa wird die Sehnsucht nach Frieden immer größer. Hanns Sauter und Peter Schott haben das Werkbuch „Beten für den Frieden. Andachten und Gottesdienste“ zusammengestellt, das anregende und hilfreiche Vorlagen für Friedensandachten und auch kurze Wort-Gottes-Feiern bietet. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine wird das russisch-orthodoxe Christentum verstärkt in der übrigen Welt wahrgenommen. Gerhard Schweizer erläutert die Geschichte des orthodoxen Christentums anhand des Zusammenwirkens von „Thron und Altar“ in Russland.
 

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Kreuz und Schwert

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine wird das russisch-orthodoxe Christentum verstärkt in der übrigen Welt wahrgenommen. Denn die Russen bilden in der orthodoxen Christenheit die zahlenmäßig größte Gruppe und das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Kyrill I., erweist sich mit seinen Aussagen immer wieder gleichsam als Verbündeter Putins. Gerhard Schweizer erläutert die Geschichte des orthodoxen Christentums sowie oft wenig beachtete Hintergründe und zeigt, dass das Zusammenwirken von „Thron und Altar“ in Russland schon immer eine besondere Rolle gespielt hat.

Buchtipp:
Gerhard Schweizer
Kreuz und Schwert. Geschichte, Glaube und Politik der orthodoxen Kirchen
Herder-Verlag, 240 Seiten,
ISBN: 978-3-451-39562-8      EUR 24,70

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Krieg und Frieden: Die Macht der Päpste

Wie viele Divisionen hat der Papst?“, soll einst Stalin gespottet haben. In der Tat, seit dem Verlust des Kirchenstaates im Jahr 1870 beschränkt sich die Macht der Päpste ausschließlich auf das Wort. In den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts drehte sich alles um den Frieden, später kam die Sorge um Religionsfreiheit und Menschenrechte hinzu. Papst Franziskus sorgte sich um die Folgen von Klimawandel und Migration. Jörg Ernesti, Professor für Kirchengeschichte an der Universität Augsburg, zeigt den großen politischen Einfluss der Päpste, auch wenn sie keine Armeen mehr haben. 


Buchtipp: 
Jörg Ernesti
Friedensmacht. Die vatikanische Außenpolitik seit 1870
Herder-Verlag, 368 Seiten,
ISBN: 978-3-451-39199-6,    EUR 35,–

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Beten für den Frieden

Angesichts des seit Februar 2022 andauernden Krieges in Europa wird die Sehnsucht nach Frieden, der in weite Ferne gerückt scheint, immer größer. Neben der konkreten Hilfe können Christinnen und Christen „nur“ oder besser gesagt: vor allem intensiv für den Frieden beten. Hanns Sauter und Peter Schott haben das Werkbuch „Beten für den Frieden. Andachten und Gottesdienste“ zusammengestellt, das hilfreiche Vorlagen für Friedensandachten und auch kurze Wort-Gottes-Feiern für das ganze Kirchenjahr bietet.



Buchtipp: 
Hanns Sauter, Peter Schott,
Beten für den Frieden. Andachten und Gottesdienste​​​​​​​

Herder-Verlag, 112 Seiten,
ISBN: 978-3-451-39495-9,      EUR 16,50

Jede Woche rezensiert SONNTAG-Redakteur Stefan Kronthaler für Sie drei Bücher. 

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  • Stefan Kronthaler
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