In der Tanzstunde
SONNTAGs-JauseDen Elmayer, die bekannteste Wiener Tanzschule, führt Thomas Schäfer-Elmayer in dritter Generation. Die einzigartige Institution ist nach wie vor beliebt, die Jugendtanzkurse sind auch 2026 schnell ausgebucht.
Thomas Schäfer-Elmayer als Dancing-Stars-Fan
Übrigens, niemand wird aus sozialen Gründen abgelehnt, wenn man die Kursgebühr nicht aufbringen kann.
„Die Jugend drängt auch zu den Bällen“,
freut sich der heute 80-Jährige. Ebenso gefällt dem studierten Betriebswirt das Fernsehformat „Dancing Stars“, bei dem er zehn Staffeln hindurch in der Jury vertreten war.
Ein eigener Walzer für den Elmayer
Womit hätte Tanzschulgründer Rittmeister Willy Elmayer-Vestenbrugg eine große Freude gehabt? Sein Enkel ist sich sicher, dass ihm der Der „Elmayer-Walzer“ von Alma Deutscher gefallen hätte. Das Stück wurde für das 100. Elmayer-Kränzchen komponiert und als Eröffnungswalzer gespielt. Seitdem eröffnen jedes Jahr hunderte Jugendliche zu diesen Klängen ihren ersten Hofburgball.
Reinhören und mittanzen beim Elmayer-Walzer
Der Elmayer als Benimm-Experte in allen Lebenslagen
Kann er, der wenige Berührungsängste hat, irgendwo nicht mit?
„Wenn es unanständig wird.“
In diesem Sinn organisierte er genauso die Eröffnung des Life-Balls wie die des Opernballs. Sein Spitzname ist „Benimm-Papst“, denn Thomas Schäfer-Elmayer weiß in Fragen der Etikette bestens Bescheid – den Handkuss mag er nach wie vor, auch wenn er im Berufsleben keine Rolle spielt.
Das schmeckt Thomas Schäfer-Elmayer vor einem Ball
Wie stärkt sich Thomas Schäfer-Elmayer vor einem Ball? Am liebsten mit traditioneller österreichischer Küche wie Wiener Schnitzel oder Käsknöpfle aus Vorarlberg, wo er aufgewachsen ist.
Rezept: Käsknöpfle
Wir danken Schwester Christine Felder von der geistlichen Gemeinschaft „Das Werk“, die als Vorarlbergerin das Rezept für Käsknöpfle geschickt hat. Schwester Christine hat viele Jahre lang Papst Benedikt begleitet und ihm jährlich eine viel gelobte Nusstorte zum Geburtstag gebacken.
Käsknöpfle-Rezept für vier Personen
Zutaten:
- 300 Gramm Glattes Mehl
- 200 Gramm Griffiges Mehl (man kann auch 500 Gramm Spätzlemehl verwenden)
- vier Eier
- zwei Teelöffel Salz
- 350 Milliliter Wasser
- 300 Gramm geriebenen Käse (Mischung ist wichtig: Berkgäse, Räßkäse, Gouda oder Tilsiter…)
- drei Zwiebeln (nach Geschmack)
- reichlich geschmolzene Butter
Zubereitung:
Zwiebel ringelig schneiden, mit Mehl bestäuben, in heißer Butter goldbraun braten und auf die Seite stellen, bis die Knöpfe gemacht sind.
Mehl, Eier und Salz mit Wasser vermengen bis ein fester Teig entsteht (Tipp: So wenig wie möglich rühren, sonst wird der Teig zäh). Dann durch einen Spätzlehobel oder ein Spätzlesieb in kochendes Salzwasser streichen.
Wenn die Knöpfle an der Oberfläche schwimmen, abschöpfen und dann abwechslungsweise eine Schicht Knöpfle und geriebenen Käse in eine Käsknöpflepfanne (oder beliebige hitzebeständige Schüssel) geben.
Sofort servieren.
Tipp: Dazu wird, je nach Tradition in den verschiedenen Regionen, ein Kartoffelsalat, ein Blattsalat oder Apfelmus serviert.