Führungsduo: Lackner und Scheuer

Bischofskonferenz
Ausgabe Nr. 24
  • Österreich
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Bereit für weitere sechs Jahre: Franz Lackner und Manfred Scheuer.
Bereit für weitere sechs Jahre: Franz Lackner und Manfred Scheuer. ©Kathpress/Paul Wuthe

Der Salzburger Erzbischof Franz Lackner wurde bei der Vollversammlung der Bischöfe in Mariazell als Vorsitzender wiedergewählt. Vize-Vorsitzender der Bischofskonferenz bleibt der Manfred Scheuer aus Linz.

Die Österreichische Bischofskonferenz hat am 9. Juni Erzbischof Franz Lackner erneut zu ihrem Vorsitzenden gewählt. Der Salzburger Erzbischof steht seit Juni 2020 an der Spitze der Bischofskonferenz, seine Wiederwahl erfolgte turnusgemäß im Rahmen der Vollversammlung der Bischöfe in Mariazell. Zum Stellvertretenden Vorsitzenden der Bischofskonferenz wurde auch wieder der Linzer Bischof Manfred Scheuer gewählt. Das wiedergewählte Führungsduo Lackner–Scheuer steht somit für die nächsten sechs Jahre an der Spitze der heimischen Bischöfe.

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Lackner: Kirchenrechtlich kein „Oberbischof“

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz ist kirchenrechtlich gesehen kein „Oberbischof“ und hat daher auch keine Befugnisse, in die vom Kirchenrecht klar geregelten und sehr umfassenden Kompetenz der Diözesanbischöfe einzugreifen. Formal ist er nur ein auf sechs Jahre gewählter Vorsitzender eines Gremiums, das relativ wenige Eigenkompetenzen hat. Freiwillig und somit einstimmig können die Diözesanbischöfe jedoch die Themenbereiche ausdehnen, die sie österreichweit verbindlich regeln wollen, was auch immer wieder geschieht. Der Vorsitzende leitet laut Statut die Vollversammlung der Bischofskonferenz, die er zuvor einberufen und mit Unterstützung des Generalsekretärs vorbereitet hat. Seine Aufgabe ist nach innen mehr die eines Moderators unter den Bischöfen, gleichzeitig ist er nach außen Stimme und Gesicht des österreichischen Episkopats. Weil zu seinen Kompetenzen auch die wichtigen Beziehungen zwischen Kirche und Staat gehören, hat der jeweilige Vorsitzende der Bischofskonferenz real ein großes Gewicht in der österreichischen Kirche.

Auch Thema: Orden und Sozialenzyklika

Die Vollversammlung der Bischofskonferenz wurde am 8. Juni in Mariazell mit einem Studiennachmittag mit den Spitzen der Ordensgemeinschaften eröffnet. Die Bischöfe befassten sich zudem mit der kürzlich veröffentlichten Sozialenzyklika „Magnifica humanitas“ von Papst Leo XIV. Am 9. Juni trafen sie auch mit dem Apostolischen Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, zusammen. 

Autor:
  • Kathpress
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