Dies ist die Nacht

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Ausgabe Nr. 14
  • Meinung
Die Osterkerze wird in der Osternacht an dem meist vor der Kirche entfachten Feuer entzündet und  danach in die dunkle Kirche getragen.
Die Osterkerze wird in der Osternacht an dem meist vor der Kirche entfachten Feuer entzündet und danach in die dunkle Kirche getragen. ©Stephan Schönlaub

Chefredakteurin Sophie Lauringer schreibt über die Osternacht und Reformen bei der Feier derselben.

Wer heutzutage die Osternacht besucht, hört diesen Satz im gesungenen Osterlob, dem „Exsultet“, gleich mehrere Male. Die Osternacht wird in vielen Gemeinden am Abend des Karsamstags gefeiert, in anderen in den frühen Morgenstunden des Ostersonntags. 

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Reformen zur Osternacht

Und seit 75 Jahren stimmt das auch wieder – und Österreich hat auch einen Anteil daran. Denn im Laufe der Geschichte war die Feier immer weiter nach vorn gewandert und schließlich am Vormittag des Karsamstags angekommen. Eine Reform war nötig, erklärt zum Jubiläum der Priester Johannes Funk, der zu zu diesem Thema gerade seine Doktorarbeit schreibt. Unter den Reformern hatte schon 1930 der Augustiner-Chorherr Pius Parsch aus Stift Klosterneuburg begonnen, die Osternacht am frühen Sonntagmorgen zu feiern und die Gläubigen mehr einzubinden – auch wenn er sich damit über geltende Regeln hinwegsetzte.

Neues in der Osternacht

1951 wurde die Reform als Experiment genehmigt, 1956 trat sie dann in Kraft. Die Anzahl der Lesungen aus dem Alten Testament wurde von 12 auf vier verändert und die Gläubigen konnten ihr Taufversprechen erneuern. Neu dazu kam, die Osterkerze an dem meist vor der Kirche entfachten Feuer zu entzünden und sie danach in die dunkle Kirche zu tragen. Die Reform von 1951 ist für Funk ein Symptom dafür, dass die Kirche sich mit der Moderne auseinandergesetzt hat. „So eine Feier muss das, was vor 2.000 Jahren passiert ist, mit dem Leben der Menschen verbinden.“

In eigener Sache:

Mit diesem Oster-SONNTAG verabschieden wir uns von Roman Kedzierski. Vier Jahren lang hat er als Chef vom Dienst unsere Produktion begleite und dabei immer die Ruhe bewahrt. Wir danken unserem stets hilfsbereiten Kollegen von Herzen und wünschen ihm das Allerbeste für seine neuen beruflichen Projekte!

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