Benannte Schieflagen

Ihnen gesagt
Ausgabe Nr. 10
  • Meinung
Weltfrauentag: Frauenleben und -schicksale bei uns und in der ganzen Welt.
Weltfrauentag: Frauenleben und -schicksale bei uns
und in der ganzen Welt.
©istock

Chefredakteurin Sophie Lauringer über den Frauenmonat März, den Weltfrauentag am 8. März und Rechte von Frauen weltweit.

Jetzt werden wir also wieder aufgerüttelt, vor allem die Herren der Schöpfung: Reißen Sie sich bitte zusammen im Frauenmonat März und erst recht am Weltfrauentag.

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Frauen sind unersetzlich

Sagen Sie uns, dass wir Frauen unersetzlich sind und das starke Geschlecht. Zugegeben, es ist schon inflationär, welche Initiativen uns um den von ehemals kommunistischen PR-Strategen eingeführten Weltfrauentag am 8. März begleiten. Aber bitte lassen wir alle den schönen Worten besser Taten folgen. 

Die Rechte von Frauen weltweit

Denn Not-wendig ist das noch immer, wenn Frauen in Ländern wie Afghanistan nicht selbstverständlich die gleichen Bildungschancen haben (besondere Empfehlung: die Dokumentation „Die letzte Botschafterin“), wenn eine junge Iranerin nach Wien emigrieren muss, um ihre Ausbildung als Sängerin machen zu können. Oder wenn eine Französin mitten im westlichen Europa von ihrem eigenen Mann zur Massenvergewaltigung freigegeben wird. Wie geht es Männern, die Mädchen und Frauen so behandeln? Und wie geht es den Eltern, die solche Männer erzogen haben? Welche Werte haben sie ihnen vermittelt?

Frauen weisen auf Schieflagen und Ungerechtigkeit hin

Zurecht weisen Frauen auf diese Schieflagen und Ungerechtigkeiten hin. Unter ihnen ist die Katholische Frauenbewegung mit der Fastensuppenaktion eine bewährte solidarische Kraft. Drei Frauenprojekte der Caritas bekommen in diesem Jahr extra Rückenwind mit dem bereits ausverkauften Konzert RISE! Women’s Voices for Change. (ORF III überträgt den Event übrigens live.) Sängerinnen aus unterschiedlichen Musikgenres treten am Weltfrauentag in der Wiener Staatsoper auf. Gut, dass es dieses Engagement gibt. Schade, dass 2026 Gleichberechtigung noch immer nicht selbstverständlich gelebt wird.

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