Waffenhändler und Spediteur

Anekdoten
Ausgabe Nr. 23
  • Heiter bis heilig
Autor:
Die Domkanzel im Stephansdom ©Wikicommons / Uoaei1

Am 11. Juni 1991 verstarb der legendäre Domprediger Adolf Zimmermann im Alter von 77 Jahren. Von 1968 bis 1991, 23 Jahre lang, war er rund um den Dom aktiv.

Vor seinem Eintritt ins Priesterseminar war er im Diplomatischen Dienst. In der Dominikanischen Republik sind Erdbeben häufig. Eines war besonders heftig. Zimmermann erlebte es in einer Kirche. Das Gebäude schwankte und die Menschen liefen schreiend hinaus. Er aber blieb drin, denn er dachte sich, dass es wohl keinen besseren und geeigneteren Ort zum Sterben gäbe als ein Gotteshaus. 

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Eher ungewöhnliche Berufe

Über seine Zeit in der Dominikanischen Republik machte er einmal einen Scherz gegenüber Gregor Henckel Donnersmarck. Der spätere Abt des Stifts Heiligenkreuz war noch Novize, als er Zimmermann bei einem Begräbnis kennenlernte. Dieser fragte ihn, was er vor seinem Klostereintritt gemacht habe. Henckel Donnersmarck antwortete: „Nun, eher ungewöhnlich: Ich war Spediteur in Barcelona!“ Darauf Zimmermann: „Machen S’ Ihnen nix draus, ich war früher Waffenhändler in der Dominikanischen Republik!“ 

©Wiener Domverlag

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Weitere lustige Anekdoten finden Sie in "Beten, Herr Pfarrer!" von Bernadette Spitzer.

 

Beten, Herr Pfarrer! – Anekdoten zwischen Alltag und Altar. Von Bernadette Spitzer, 176 Seiten, ISBN: 978-3-85351-332-3, EUR 27,00 

 

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Autor:
  • Bernadette Spitzer
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