"Kein Herr"

Anekdoten
Ausgabe Nr. 15
  • Heiter bis heilig
Autor:
Herodes bei der Wallfahrtskirche Bom Jesus de Braga. ©Joseolgon Gallery

Der kleine Peter erzählte seiner Mutter, wie jeden Tag nach der Schule, vom Religionsunterricht. Diesmal war das Thema Herodes - der König, der zu Zeiten Jesu lebte.

In der Karwoche wird von heiligen, aber auch von höchst unheiligen Personen berichtet. Der kleine Hans Peter aus Windischgarsten kam von der Schule nachhause und erzählte seiner Mutter wie jeden Tag, was sich dort zugetragen und was er erlebt hat und auch, was ihn beschäftigt hat.

Werbung

Diesmal war es der Religionsunterricht. „Ich habe im Religionsunterricht von Rodes gehört.“ Seine Mutter dachte eigentlich, sie sei bibelfest, aber von einem Rodes hatte sie noch nie gehört oder gelesen.

Also fragte sie nach: „Wer war das und was hat er getan?“ Hans Peter hatte aufgepasst: „Der war König, als Jesus gelebt hat, und er hat ihn nicht gegen Pilatus in Schutz genommen.“ Da verstand die Mutter, wen er meinte: „Ach so, HERodes! Er hieß Herodes, nicht Rodes.“ Da widersprach der Bub heftig: „Nein Mama, das kann nicht stimmen. Der Rodes war so böse, der war kein Herr!“

©Wiener Domverlag

Buchtipp: Beten, Herr Pfarrer!

Weitere lustige Anekdoten finden Sie in "Beten, Herr Pfarrer!" von Bernadette Spitzer.

 

Beten, Herr Pfarrer! – Anekdoten zwischen Alltag und Altar. Von Bernadette Spitzer, 176 Seiten, ISBN: 978-3-85351-332-3, EUR 27,00 

 

Hier geht es zur Buchbestellung

Schlagwörter
Autor:
  • Bernadette Spitzer
Werbung

Neueste Beiträge

37. Weinviertelakademie

„Arm-seliges Weinviertel? – Wege in eine gute Zukunft“: So lautete das Thema der 37. Weinviertelakademie am 19. Februar im vollen Veranstaltungssaal der Gemeinde Großrußbach.

| Kunst und Kultur
Rainers Kreuzbilder im Dom

Im Stephansdom laden bis 7. Juni 77 Kreuzdarstellungen Arnulf Rainers (1929–2025) zur Betrachtung ein. Die vom Domkapitel und der Sammlung Trenker organisierte Schau war bereits im Vorfeld in öffentlichen Diskussionen.

| Heiter bis heilig
Anekdoten

Die Stiftsbibliothek Klosterneuburg ist laut ihrer Website mit mehr als 270.000 Bänden die größte Privatbibliothek Österreichs. Die ältesten Werke sind Handschriften aus dem Mittelalter und Drucke (Inkunabeln) bis 1500.