Schönes aus dem Weltladen Rennweg

Fachgeschäft für Fairen Handel
Ausgabe Nr. 1
  • Wien und Niederösterreich
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Veronika Vana mit dem leuchtenden „Sonnenglas“ aus Südafrika.
Veronika Vana mit dem leuchtenden „Sonnenglas“ aus Südafrika. ©Stefan Kronthaler
Die Welt vor Ort: Peter Schönhuber präsentiert Socken aus der Mongolei.
Die Welt vor Ort: Peter Schönhuber präsentiert Socken aus der Mongolei. © Stefan Kronthaler

Der „Weltladen Rennweg“ bietet zum einen das klassische Sortiment und zum anderen Kommissionsware für Pfarren, Aktionsgruppen und Schulen. Ein Besuch an einem Winternachmittag.

Ein angenehmer Duft nach Kaffee, nach Gewürzen und auch nach Schokolade erfüllt an einem kalten Wintertag den „Weltladen Rennweg“ (Wien 3). Er ist einer von rund 90 Weltläden in Österreich. 

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"Faire Waren" aus dem Weltladen

„Das Spezifische ist, dass hier seit Jahrzehnten Kommissionsware angeboten wird“, erzählt Peter Schönhuber: „Pfarren, Aktionsgruppen oder Schulen können Veranstaltungen zum Thema ,Fairer Handel‘ organisieren, sie können Waren holen, ohne Risiko, denn sie können die nichtverkauften Waren wieder zurückbringen.“ Manche Pfarren nehmen Paletten mit Waren im Wert von acht- oder neuntausend Euro mit. Und bringen dann manchmal die Hälfte zurück. „Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten“, weiß Schönhuber: „Denn was macht eine Pfarre sonst mit Waren, die nicht verkauft worden sind?“ Das Sortiment ist groß. Einerseits gibt es „klassische“ Lebensmittel – Kaffee, Tee, Schokolade, Süßigkeiten, Reis – und andererseits auch Handwerk und Kunsthandwerk, etwa Glas oder Keramik. Passend zur Winterzeit verweist Schönhuber auf „Kuschelig-Warmes aus der Mongolei“: Socken, Handschuhe, Hauben und Schals aus Yak- und Kamelwolle. 

Weltladen: Keine Kinderarbeit, gerechte Löhne

Im Juni 2025 hat der gemeinnützige Verein „Global Achtsam“ den Weltladen übernommen. „Der Vorbesitzer wollte den Laden schließen, da er keine Nachfolgerin, keinen Nachfolger gefunden hat“, betont Schönhuber: „Einige von den jetzigen Vereinsmitgliedern waren schon zuvor Kundinnen und Kunden und mit Blick auf das Spezifikum der Kommissionswaren ist die Idee entstanden, die Fortführung sicherzustellen, und das hat zur Vereinsgründung geführt.“ Was einen „Weltladen“ ausmacht? Schönhuber: „Wenn Sie im Weltladen einkaufen, haben Sie die Sicherheit, dass die Kriterien des fairen Handels für alle Produkte eingehalten werden. Also keine Kinderarbeit, gerechte Löhne sowie sorgsamer Umgang mit dem Boden. Wir können anhand der Lieferkette nachweisen, woher die Produkte kommen, von welcher Kooperative sie erzeugt werden und wie sie zu uns in den Laden kommen.“ 

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©Stefan Kronthaler
©Stefan Kronthaler

Solarstromerzeugung zuhause

Als Ladenkoordinatorin kümmert sich Veronika Vana darum, „dass die Regale voll sind und die Waren gut präsentiert werden“. Sie betreut auch die mehr als 20 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich beim Verkauf engagieren und überall im Laden mitanpacken. 

Im Weltladen gibt es mehr als Schokolade und Kaffee

„Abgesehen von Schokolade und Kaffee“ würde Vana „auf jeden Fall ein Sonnenglas aus Südafrika kaufen“. Es sieht aus wie ein Rexglas und hat oben ein Solarpanel. „Man kann es ans Fenster stellen, es lädt sich automatisch in der Sonne auf, man schließt den Bügel und dann leuchtet es“, erzählt Vana. Was man damit tun kann? „Man kann dieses Glas als Laterne oder als Lese- und Schreibtischlampe verwenden“, sagt sie. 

Autor:
  • Stefan Kronthaler
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