Glocken oder doch Gespenster?

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Die Sterbeglocke schien zu läuten.
Die Sterbeglocke schien zu läuten. ©pixabay
Glocken oder Gespenster?
Glocken oder Gespenster? ©pexels/enrique72

Warum ein Dorf in der Gemeinde Wiesmath in Niederösterreich und Pfarrer Raimund Beisteiner glaubten, die Sterbeglocke zu hören - ohne Todesfall. Waren es Glocken oder doch Gespenster?

Der Pfarrer der Gemeinde Wiesmath in Niederösterreich, Raimund Beisteiner, wurde eines Tages gefragt, ob jemand im Ort verstorben sei, da die Sterbe­glocke geläutet hatte. Er wunderte sich darüber, was die Leute denn alles so zu hören glaubten. Doch in der folgenden Nacht erwachte er und glaubte selbst, eine zu hören. 
 

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Gespenstisch: Nachts läuteten die Glocken

Er hielt inne – aber nichts. In der nächsten Nacht erwachte er wieder. Diesmal aber läutete tatsächlich eine Glocke. Er stand auf und ging zur Kirche, mit durchaus mulmigem Gefühl im Bauch. Waren dort Einbrecher oder Spaßvögel? Die Kirche war verschlossen, die Sakristei auch. Es war keine Glocke eingeschaltet. Warum aber bimmelte eine unentwegt? Der Pfarrer hatte keine Zeit für lange Überlegungen. Er kippte den FI-Schalter und schaltete den kompletten Strom ab, die Glocke verstummte. Am nächsten Tag begab er sich mit Experten auf Ursachenforschung. Es stellte sich heraus, dass im Zuge der Kirchenrenovierung ein Bereich aufgegraben worden und dabei ein Kabel beschädigt worden war, das bei Feuchtigkeit die Glocke zum Läuten brachte.
 

Wehrkirche der Buckligen Welt

Die Pfarrkirche St. Peter und Paul diente den Bewohnern durch Jahrhunderte als Schutz gegen Feinde und Angreifer. Während des Zweiten Weltkrieges wurden drei Glocken des Geläutes eingeschmolzen, diese drei Glocken wurden 1956 ersetzt. Der Turm, 36 Meter hoch, wacht auch heute noch stolz über diesen Teil der Buckligen Welt.

Autor:
  • Bernadette Spitzer
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