10. März: Heiliger John Ogilvie

Gevierteilt in den Lowlands
Ausgabe Nr. 10
  • Heiligenschein
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Heimkehr: John kehrt trotz Gefahr heim, um seinem Glauben treu zu bleiben.
Heimkehr: John kehrt trotz Gefahr heim, um seinem Glauben treu zu bleiben. ©Irene Unger

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Als im Jahr 1613 ein 34-jähriger Mann unter dem Namen John Watson nach Glasgow zurückkehrte, setzte er zum ersten Mal wieder Fuß auf schottischen Boden. Doch seine Freude wurde von Sorgen begleitet. Für Katholiken war die Lage gefährlich, weil sie den englischen König Jakob I. nicht als Oberhaupt der Kirche anerkannten.

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John als jesuitischer Begleiter der verfolgten Katholiken

Watson war selbst katholischer Jesuit und hieß eigentlich John Ogilvie. Er wollte den Katholiken trotz der Gefahr beistehen. Mit zwölf Jahren hatte ihn sein Vater, ein Hofbeamter Maria Stuarts, zur Ausbildung nach Europa geschickt. Dort besuchte er angesehene Schulen, konvertierte mit 17 Jahren zum Katholizismus, trat mit 21 in den Jesuitenorden ein und wurde mit 30 zum Priester geweiht. Seine Studien führten ihn bis nach Graz und Wien, doch die Sehnsucht nach der Heimat blieb. Zurück in Schottland kümmerte er sich heimlich um die verfolgten Katholiken.

John in seinem mutigen Bekenntnis bis zum Ende

Nach einem Jahr wurde er verraten und verhaftet. Trotz Folter nannte er keine Namen und wurde schließlich wegen Hochverrats im Jahr 1615 öffentlich gehängt und gevierteilt. Im Jahr 1976 wurde er heiliggesprochen. Die Jesuiten in Graz haben ein Haus nach ihm benannt, das heute Zentrum für Theologiestudierende ist.

Buchcover Von Bischofsstab bis Besenstiel
©Wiener Dom-Verlag

Das Buch zum Podcast

Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.

 

Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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