24. Februar: Heilige Irmengard

Alles für ihr Kloster
Ausgabe Nr. 8
  • Heiligenschein
Autor:
Willenskraft: Irmengard ließ den Flusslauf für ihr Kloster ändern. ©Irene Unger

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer. Diese Woche stellen wir Ihnen Irmengard von Baden vor.

Irmengard von Baden wollte ein Grab und ein Kloster, das dieses Grab umrahmen sollte. Um ihren Plan zu verwirklichen, ließ sie sogar einen Fluss umleiten.

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Irmengard als Verkörperung weiblicher Willenskraft im Mittelalter

Sie verkörpert weibliche Willenskraft im Mittelalter. Sie wurde um 1200 als Tochter des Herzogs von Braunschweig geboren. Im Jahr 1242 starb ihr Mann, Markgraf Hermann V. Die Mutter von vier Kindern begann daraufhin das Projekt eines Familiengrabs. Sie wollte dazu ein Kloster errichten und hatte dabei eine klare Vorstellung vom Standort.

Die Verwirklichung des Klosters Lichtenthal durch Irmengard

Nämlich jene Stelle im Oostal, an der sich der Zisterzienser Bernhard von Clairvaux ein Kloster gewünscht haben soll. Doch da weder der Straßburger Bischof noch der Zisterzienserorden ein Frauenkloster akzeptierten, wandte sich Irmengard an den Bischof von Speyer, der zustimmte. Da das Gebiet zu klein war, wurde das Flussbett der Oos verlegt, um das Kloster komplett im Diözesangebiet von Speyer bauen zu können. Sechs Jahre nach seinem Tod konnte Markgraf Hermann im neu errichteten Kloster beigesetzt werden. Irmengard blieb auch im Kloster, obwohl sie nie eintrat. Dort wurden Frauen ausgebildet sowie Arme und Kranke betreut. Irmengard starb mit ungefähr 60 Jahren. Ihr Kloster Lichtenthal lebt bis heute.

Buchcover Von Bischofsstab bis Besenstiel
©Wiener Dom-Verlag

Das Buch zum Podcast

Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.

 

Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

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