Glaube und Medizin: Für andere sorgen

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Ausgabe Nr. 6
  • Meinung
Klöster sammelten unglaublich viel Wissen über Kranken und frühe Medizin. Das Bild zeigt eine Malerei der Medizin von Konrad Huber in der Bibliothek des ehemaligen Klosters Amorbach.
Klöster sammelten unglaublich viel Wissen über Kranken und frühe Medizin. Das Bild zeigt eine Malerei der Medizin von Konrad Huber in der Bibliothek des ehemaligen Klosters Amorbach. ©wiki_commons/Conrad_Huber/3.0_Unportet/GNU

Chefredakteurin Sophie Lauringer schreibt darüber, wie die Kirche und Klöster den Weg bereitet hat für die Entwicklung der modernen Medizin.

Der Evangelist Lukas war Arzt, er ist der Patron der Heilkunde. Florence Nightingale ist die Ikone aller Pflegerinnen und Pfleger. Sie begründete im Krimkrieg die moderne Krankenpflege. Durch ihre Schriften aufgerüttelt gründete Henri Dunant nach den Schrecken auf dem Schlachtfeld von Solferino das Rote Kreuz. Ignaz Semmelweis erkennt, dass Frauen im Wochenbett nur mit desinfizierten Händen untersucht werden dürfen, damit sie nicht an Kindbettfieber erkranken – Bakterien sind damals noch nicht erforscht. Wir sind mitten im 19. Jahrhundert. 

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Klöster sammelten Wissen über Medizin und Kranke

Seit jeher sind Krankheiten Begleiter der Menschen. In der Bibel heilt Jesus Lahme, Aussätzige (Leprakranke) und Blinde. Immer schon war es Auftrag von Christinnen und Christen, für Kranke da zu sein, sie zu versorgen. Ein unglaubliches Wissen wurde in den Klöstern gesammelt. Bis heute werden ihre Tinkturen, Salben, Cremen und Säfte produziert – und sie helfen uns nach wie vor. Wir haben zu Hause immer Thymiansirup vorrätig, ein wunderbares Mittel bei Husten. Eine der liebenswürdigsten literarischen Ermittlerfiguren ist Bruder Cadfael. Der heilkundige Benediktiner löst Kriminalfälle in seiner Umgebung im englischen Shrewsbury. Im Kloster und im Ort wirkt er als Apotheker und Mediziner. 

Die Geschichte der Medizin

In dieser Ausgabe schauen wir also auf die Geschichte der Medizin, aber auch auf die so wichtige Seelsorge für Schwache und Kranke. Das Glaubenszeugnis berührt ebenso wie die beeindruckenden Leistungen der Ordenskrankenhäuser. Ich bin froh, dass es nach wie vor Menschen gibt, die dieses Charisma leben und sicht für andere einsetzen. Wie würde unsere Gesellschaft ohne sie aussehen und leben?

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