Gebetswoche für die Einheit der Christen

Beten mit der Liturgie und Theologie Armeniens
Ausgabe Nr. 3
  • Österreich
Autor:
Vorstand des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich: Der Wiener armenisch-apostolische Bischof Tiran Petrosyan ist weiterhin Vorsitzender. Als Stellvertreter fungieren die evangelische Oberkirchenrätin Ingrid Bachler und der Linzer katholische Bischof Manfred Scheuer. Vom 18. bis zum 25. Jänner wird auch in Österreich wieder die internationale Gebetswoche begangen.
Vorstand des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich: Der Wiener armenisch-apostolische Bischof Tiran Petrosyan ist weiterhin Vorsitzender. Als Stellvertreter fungieren die evangelische Oberkirchenrätin Ingrid Bachler und der Linzer katholische Bischof Manfred Scheuer. Vom 18. bis zum 25. Jänner wird auch in Österreich wieder die internationale Gebetswoche begangen. ©epd/M. Uschmann

Vom 18. bis zum 25. Jänner wird auch in Österreich wieder die internationale „Gebetswoche für die Einheit der Christen“ begangen. Während dieser Ökumene-Woche kommen Christen aus unterschiedlichen Konfessionen zusammen, um gemeinsam für die Einheit zu beten.

Die Unterlagen für die Gebetswoche wurden dieses Mal von Gläubigen der Armenisch-Apostolischen, der Armenisch-Katholischen und der Evangelischen Kirche in Armenien erstellt. Als Leitgedanken wählte das Vorbereitungsteam den Aufruf des Apostels Paulus an die Epheser: „Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer Hoffnung in eurer Berufung“. 

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Gemeinsame Gebetswoche

Die Materialien stützen sich teils auf jahrhundertealte Traditionen des Gebets und der Bitten des armenischen Volkes sowie auf Hymnen, die ihren Ursprung in den alten Klöstern und Kirchen Armeniens haben und zum Teil bis ins vierte Jahrhundert zurückreichen. In einer Welt mit unterschiedlichen und oft getrennten Traditionen und Ausdrucksformen des christlichen Glaubens erinnert der Epheserbrief daran, dass alle Gläubigen Glieder des „einen Leibes“ Christi sind. Bei dieser Einheit geht es nicht um Uniformität, sondern um ein gemeinsames Bekenntnis zu den zentralen Wahrheiten des christlichen Glaubens. Es ist ein eindrucksvolles Zeugnis für die verwandelnde Kraft des Heiligen Geistes, wenn Christen unterschiedlicher Herkunft mit einem gemeinsamen Ziel und einer gemeinsamen Vision authentisch und aufrichtig zusammenkommen.
 

Der Ökumenische Rat der Kirchen in Österreich

1948 wurde in Amsterdam der weltweite Ökumenische Rat der Kirchen gegründet, der seinen Sitz in Genf hat. 10 Jahre später, 1958, fand die Gründung des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) statt. Die Gründungsmitglieder waren: die Altkatholische Kirche, die Evangelische Kirche A. B., die Evangelische Kirche H. B. und die Methodistenkirche. Auf der Vollversammlung des Ökumenischen Rates in Neu Delhi (1961) schloss sich die Orthodoxie der ökumenischen Bewegung an. In den folgenden Jahren wurden die damals in Österreich vertretenen orthodoxen Kirchen Mitglieder des hiesigen Rates. Aufgrund des Ökumenischen Direktoriums (1993) konnte auch die Römisch-katholische Kirche in Österreich dem ÖRKÖ beitreten. Seit 1. Dezember 1994 ist sie volles Mitglied, nachdem sie vorher schon seit 1970 als Beobachter aktiv und konstruktiv mitgearbeitet hatte. Auf der Nordhalbkugel ist die Gebetswoche traditionell vom 18. bis zum 25. Jänner, während die Kirchen im Süden, wo der Jänner häufig eine Urlaubszeit ist, die Gebetswoche oft zu Pfingsten feiern. 

Lesen Sie mehr zum Thema auf in der Meinung von Superintendent Matthias Geist (online ab 17.1.)und im Podcast mit Pfarrerin Julia Schnizlein (online ab 18.1).

Autor:
  • Stefan Kronthaler
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