Wer kennt die Sitznachbarin?

Ihnen gesagt
Ausgabe Nr. 9
  • Meinung
Bei der Maria-Namen-Feier im Stephansdom kam Herr Kaps mit der Dame, die neben ihm saß, ins  Gespräch.
Bei der Maria-Namen-Feier im Stephansdom kam Herr Kaps mit der Dame, die neben ihm saß, ins Gespräch. ©Stephan Schönlaub (Symbolbild)
Die Sitznachbarin schenkte Herrn Kaps einen Rosenkranz.
Die Sitznachbarin schenkte Herrn Kaps einen Rosenkranz. ©Stephan Schönlaub (Symbolbild)

Chefredakteurin Sophie Lauringer über eine Kontakt-Annoncen, beziehungsweise die Suche nach der Sitznachbarin, die zu einer besonderen Beziehung führen könnte.

Erinnern Sie sich noch an die Kontakt-Annoncen in Zeitschriften? Heute haben wir eine entsprechende Bitte an eine, wie wir hoffen, Leserin des SONNTAG oder eine Person, die vermitteln kann.

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Kontakt-Announce: Suche nach der Sitznachbarin

Die große Maria-Namen-Feier im Stephansdom ist für viele Gläubige ein Fixpunkt in ihrem Kalender. Am 13. und 14. September des Vorjahres fuhr auch Herr Kaps zur Feier in den Wiener Stephansdom. Dort saß er neben einer Dame, mit der er ins Gespräch kam. Sie schenkte ihm auch einen Rosenkranz. Leider kam es nicht zum Austausch der wechselseitigen Kontaktdaten. Nun hat sich Herr Kaps an den SONNTAG gewandt. Er hofft, so die nette Sitznachbarin wiederzufinden. Wir helfen gerne und laden dazu ein: Bitte melden Sie sich in der Redaktion, wenn Sie die Dame sind oder wenn Sie die freundliche Frau kennen. Schreiben Sie uns gerne an ▸ redaktion@dersonntag.at.

Rührende Suche nach der Sitznachbarin

Warum schreibe ich darüber, mögen Sie sich vielleicht denken. Wir finden den Einsatz von Herrn Kaps rührend. Er ist in einem Alter, wo digitale Plattformen für ihn keine Option sind. Und ich erinnere mich an meine eigene Großmutter: Sie war eines jener Kinder, die nach dem Ersten Weltkrieg für ein Jahr nach Dänemark geschickt wurden. In Österreich herrschte großer Mangel, weshalb die Gastfamilien die Mädchen und Buben liebevoll betreuten. Jahrzehnte später hat meine Oma über eine Lokalzeitung in der dänischen Kleinstadt eine Annonce geschaltet. So kam sie wieder in Kontakt mit ihren ehemaligen Gastgeschwistern. Das war ihr sehr wertvoll, das habe ich als Kind schnell verstanden.

Wie schön, wenn Menschen immer wieder zueinander finden.

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