Ein Wohnzimmer unter Bäumen

Klimaoasen der Caritas
Ausgabe Nr. 31
  • Soziales
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Gemeinsam unterstützen: Mila Willingshofer (links) und Natalia Bandura (Mitte) mit freiwilligen Helferinnen bei der Mehlspeisen- und Kaffeeausgabe der Caritas Klimaoasen.
Gemeinsam unterstützen: Mila Willingshofer (links) und Natalia Bandura (Mitte) mit freiwilligen Helferinnen bei der Mehlspeisen- und Kaffeeausgabe der Caritas Klimaoasen. ©Isabella Karmazin

Die Caritas öffnet gemeinsam mit 23 Pfarren in Wien und Niederösterreich Pfarrgärten als Klimaoasen zum Abkühlen in netter Gesellschaft.

Der Duft von frischem Kaffee liegt in der Luft, vermischt mit dem süßen Aroma von selbstgebackenem Kuchen. Unter dem dichten Blätterdach der Bäume scheint das Sonnenlicht in kleinen Flecken auf den Boden. Ein paar Sitzgelegenheiten bestehend aus Holzbänken, Tischen und Stühlen stehen im Schatten, darum versammelt eine kleine Gruppe Menschen. Sie plaudern, lachen, nippen an ihren Tassen. Als säßen sie im Wohnzimmer, nur dass die Wände aus Grün bestehen und die Decke aus Himmel. Es ist ein Ort der Ruhe und der Begegnung, mitten im heißen Wiener Sommer – die Klimaoase der Pfarre Kaiserebersdorf.

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Klimaoasen in Wien und Niederösterreich

Zum sechsten Mal öffnet die Caritas unter dem Motto „Sommerfrische im Pfarrgarten“ zusammen mit Pfarren in Wien und Niederösterreich Pfarrgärten für Menschen aus unterschiedlichen sozialen Gruppen. Vergangenes Jahr besuchten 9.000 Besucher die Klimaoasen, die mittlerweile 500 freiwillige Mitarbeiter haben. Das Projekt erstreckt sich über die gesamte Erzdiözese Wien und lädt dazu ein, im Grünen eine erfrischende Auszeit mit kühlen Getränken und kleinen Snacks zu genießen. „Unser Ziel ist, dass die Angebote gut über die Stadt verteilt sind – nicht in jedem Bezirk, aber so, dass niemand einen langen Weg hat“, erzählt Mila Willingshofer. Sie ist die Projektleiterin der Klimaoasen.

Schach unter Bäumen

Mila erinnert sich gerne an eine Begegnung in der Klimaoase beim Waldkloster. Ein Gast erzählte ihr von seiner Leidenschaft für das Schachspiel. Passenderweise hatte das Caritas-Team ein Schachbrett vor Ort, und so spielten die beiden eine Partie. „Es fühlte sich an wie ein Wohnzimmer“, beschreibt Mila die Atmosphäre dieses besonderen Moments. Nur eben ein Wohnzimmer, in dem es sich auch bei großer Hitze gut leben lässt. Ihre Gäste seien froh, dass sie Zeit außerhalb der eigenen heißen Wohnungen verbringen können.

Kleine Gesten große Wirkung in den Klimaoasen

Solche kleinen Gesten – ein kühles Getränk, ein schattiger Platz, ein Spiel zur richtigen Zeit – werden durch viele einzelne Beiträge möglich gemacht. Wer möchte, kann online gezielt unterstützen: Etwa mit 3,50 Euro für ein Getränk oder 50 Euro für ein Hitze-Paket mit Schlafsack, Sonnencreme und Trinkwasser. 

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  • Isabella Karmazin
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