Begeistert für das Leben
SONNTAGs-Jause
Schwester Teresa Zukic spricht schnell, lacht oft und hört zu. Diese Frau will niemanden überzeugen. Sie will ermutigen. Ihre Geschichte führt vom Leistungssport in ein Leben mit Gott bis zur Krebsdiagnose.
Ihren Weg zum Glauben fand Schwester Teresa, als ihre damalige Mitbewohnerin einige aussortierte Bücher ins Zimmer legte. In einer schlaflosen Nacht griff sie nach einem davon, die Bibel. Beim Lesen der Bergpredigt stieß sie auf einen Satz, der sie tief berührte und zum Ausgangspunkt ihres weiteren spirituellen Weges wurde.
Schwester Teresa Zukic: Ein Leben in Bewegung
Ihr Weg als junge frisch Getaufte ins Ordensleben ist kein Rückzug, sondern eine Öffnung. Sie macht die Ausbildung zur Gemeindereferentin, studiert Religionspädagogik und arbeitet in sozialen Brennpunkten. Dabei bleibt Teresa Zukic, was sie immer war: körperlich, kreativ, direkt. Sie fährt Skateboard mit Jugendlichen, spielt E‑Gitarre, komponiert. Kirche wird für sie ein Begegnungsort.
Vom Leben herausgefordert
Im Jahr 2020 wird sie ausgebremst. Teresa Zukic erhält die Diagnose Krebs. Die Ordensschwester macht ihre Krankheit öffentlich und zeigt sich während der Chemotherapie ohne Harre. Sie sprich offen darüber, wie sie versucht hat den Blick nicht auf die Defizite, sondern auf die Möglichkeiten zu richten. Jetzt im Nachhinein kann sie sagen: „Der Krebs war ein Geschenk für mich, weil ich die Menschen noch besser verstehen kann.“ So versteht man ihren Wunsch, solange sie kann, unterwegs zu sein: Menschen zu ermutigen und dem Leben zuzutrauen, dass es mehr ist als seine Krisen.
„Ich habe gelernt: Ob du lachst oder weinst, das Problem bleibt das gleiche.“
Von Büchern und Musicals zu Kochbüchern
Schwester Teresa Zukic hat im Laufe der Jahre mehrere Bücher und Musicals geschrieben, Zu einem weiteren Arbeitsfeld fand sie eher unerwartet: dem Schreiben von Kochbüchern. Die Idee dazu entstand in einer herausfordernden Phase ihres Lebens. Weil sie während der Chemotherapie vieles nicht vertrug, begann sie, neue Gerichte auszuprobieren und die Ergebnisse ihrem behandelnden Arzt, Doktor Jalid Sehouli, zu schicken. Erst dabei erfuhr sie, dass auch er leidenschaftlich kocht.
Aus diesem gegenseitigen Austausch entwickelte sich die Idee, Rezepte und medizinisches Wissen zu verbinden. So entstand ihr gemeinsames erstes Kochbuch „Himmel im Mund“, gefolgt von der „Energieküche“ und einem weiteren Band, der sich aktuell in Vorbereitung befindet. Ihre Kochbücher setzen auf einfache, alltagstaugliche Gerichte, ergänzt durch gesundheitliche Hinweise – ein Projekt, das für beide, wie sie sagen, „auf Herzenshöhe“ entstanden ist.“
Rezept: Himmlische Kohlrabi-Nudeln a la Teresa Zukic
Zutaten:
- zwei große Kohlrabi
- zwei Knoblauchzehen
- zwei Frühlingszwiebeln
- ein Esslöffel Erdnüsse
- ein Teelöffel Chiliflocken nach Belieben
- zwei Teelöffel Sesam
- ein Teelöffel brauner Zucker
- ein Teelöffel frischer Ingwer gerieben
- vier Esslöffel Pflanzenöl, Sojaöl oder Erdnussöl (hoch erhitzbar)
- vier Esslöffel Sojasauce
- eine Limette oder Zitrone
- eine Prise Liebe
Zubereitung:
Den Kohlrabi schälen, Scheiben 2-3 Zentimeter breit schneiden und mit dem Sparschäler zu breiten Nudeln schälen.
Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, Erdnüsse hacken und mit Chiliflocken, Sesam, braunem Zucker und einer Prise Ingwer in eine hitzefeste Schüssel geben.
Etwas Frühlingszwiebelgrün und Sesam für die Dekoration beiseitelegen.
Knoblauch in Scheiben schneiden und im Öl goldgelb anbraten.
Das heiße Knoblauchöl vorsichtig über die Mischung gießen, umrühren und Sojasauce sowie Limetten oder Zitronensaft unterziehen.
Kohlrabi-Nudeln eine Minute in kochendem Wasser blanchieren, abgießen und zur Sauce geben.
Alles gut vermengen und mit Sesam und Frühlingszwiebeln servieren.