"Aschenkreuz to go" für Eilige in Wien
Aschermittwoch
Am Aschermittwoch (18. Februar) gibt es etwa in auch in Wien ein "Aschenkreuz für Eilige". Mit der Aktion, die ihren Weg auch an ungewohnte Orte findet, sollen Menschen da abgeholt und zum Innehalten eingeladen werden, wo sie unterwegs sind, heißt es vonseiten des österreichweiten Netzwerks Citypastoral, das die Aktion seit mehr als 10 Jahren veranstaltet. Mit dem Aschenkreuzritus wird die 40-tägige Fastenzeit eingeleitet.
Aschekreuz am Hauptbahnhof Wien holen
Am Hauptbahnhof in Wien, am Bauernmarkt in Graz oder am Mirabellplatz in Salzburg: In insgesamt elf Städten können sich Passantinnen und Passanten beim Spazieren, am Arbeits- oder Schulweg, das christliche Zeichen für Einkehr und Reinigung abholen. "Wir wollen ein leicht zugängliches Empfangen des Aschenkreuzes ermöglichen. An gut erreichbaren Plätzen können wir auch jene erreichen, die im Alltagsstress auf den Beginn der Fastenzeit vielleicht vergessen würden", so Dominik Elmer, ein Mitinitiator und Mitglied vom Netzwerk Citypastoral, über die Aktion, die einen bewussten Beginn der Fastenzeit markieren soll.
Aschenkreuz am Aschermittwoch
In Wien kann das Aschenkreuz am Aschermittwoch im Raum der Stille am Hauptbahnhof von 6.30 bis 19.30 Uhr empfangen werden. Die Gesprächsinsel der Ordensgemeinschaften bietet ein "Aschenkreuz to go" und in der Romanischen Kapelle des Schottenstifts (Freyung) von 12 bis 17 Uhr an. Neben der Spendung des Aschenkreuzes wird es dort einige wenige Stationen als Hinführung in diese besondere Zeit geben, hieß es seitens der Ordensgemeinschaften. Zudem besteht auch die Möglichkeit, mit Mitarbeitenden der Seelsorgestelle ein Gespräch zu führen.
Aschekreuz als Zeichen der Buße
Mit dem Aschermittwoch beginnen die 40 Tage der Fastenzeit. Sein Name geht auf den Brauch zurück, dass Gläubigen an diesem Tag zum Zeichen der Buße und Umkehr ein Kreuz mit Asche auf die Stirn gezeichnet oder auf den Kopf gestreut wird. Bereits in den alttestamentlichen Büchern Jona und Hiob diente die Asche als Zeichen der Buße. Der Priester spricht bei diesem Zeichen die Worte: "Bedenke Mensch, dass du Staub bist und zu Staub zurückkehrst." Üblich ist dabei auch der Ausspruch: "Kehre um und glaube an das Evangelium" - ein Aufruf zur Wegkorrektur und zur Besinnung auf Christus als Zentrum des christlichen Glaubens.
Der Aschenritus stammt aus dem 11. Jahrhundert und damit aus jener Zeit, in der die Büßer öffentlich am Aschermittwoch aus der Kirche ausgeschlossen und als Zeichen der Buße mit Asche bestreut wurden. Erst am Gründonnerstag, dem liturgischen Endtermin der Fastenzeit, wurden sie feierlich wieder in die Gemeinschaft der Kirche aufgenommen. Besondere Bedeutung hat die Fastenzeit jedoch auch für die Vorbereitung der Katechumenen auf den Empfang der Taufe in der Osternacht.