4. April: Heiliger Isidor

Der Heilige fürs Web
Ausgabe Nr. 13
  • Heiligenschein
Autor:
Sammler des Wissens: Isidor ist für das Internetpatronat qualifiziert. ©Irene Unger

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.

Seit Jahren ist er im Gespräch als Kandidat für das Amt des Patrons des Internets, aber noch immer hat der Vatikan keine Entscheidung gefällt. Und so bleibt er vorerst, was er immer war – der Verfasser der größten antiken Enzyklopädie: Isidor von Sevilla.

Werbung

Mönch, Priester und Abt

Er wurde um 560 in eine vornehme römische Familie in Spanien geboren. Er wurde als Jugendlicher Mönch, später Priester und Abt. Sein Steckenpferd waren die Wissenschaften. Seine Klosterbibliothek gehörte zu den berühmtesten der Zeit. Als Erzbischof von Sevilla legte er besonderes Gewicht auf die Ausbildung des Klerus, richtete Schulen, Schreibstuben und Bibliotheken ein.

Isidors Tod

Seine Kandidatur um das Amt des Internetpatrons brachte ihm aber etwas anderes ein: Er hatte die eigentlich völlig verrückte Idee, das gesamte verfügbare Wissen der Antike zu sammeln und seiner Zeit zu erklären. 20 Bände wurden daraus und ein Standardwerk für die nächsten 1.000 Jahre. Kein Student bis in die frühe Neuzeit kam daran vorbei. Er starb am 4. April 636 in Sevilla und mit ihm der letzte Kirchenvater. Isidor wurde 1598 heiliggesprochen und 1722 Kirchenlehrer. Er ist der Nationalheilige von Spanien. Und ein Mondkrater ist auch nach ihm benannt.

Buchcover Von Bischofsstab bis Besenstiel
©Wiener Dom-Verlag

Das Buch zum Podcast

Heilige, das sind beeindruckende Persönlichkeiten auf allen Kontinenten, in allen Jahrhunderten: Herrscher und Sklaven, Brave und Aufmüpfige, Geistliche und Laien. Diese bunte Schar porträtiert Autorin Bernadette Spitzer in kurzweilig-informativen Geschichten, wobei sie die Besonderheit der jeweiligen Persönlichkeit treffend hervorkehrt. Sie übersetzt die teils sperrigen Quellen in eine heutige Sprache und spart dabei nicht mit einem Augenzwinkern. Die tägliche Auswahl dieser „Vorbilder“ reicht von in der breiten Öffentlichkeit weniger bekannten, bis hin zu solchen, die erst vor kurzem heilig- oder seliggesprochen wurden. Aufgefrischt durch moderne Illustrationen und bemerkenswerte  Zitate wird das Buch zur täglichen Inspirationsquelle.

 

Bernadette Spitzer
Von Bischofsstab bis Besenstiel. Mit 365 Heiligen durchs Jahr.
Wiener Dom-Verlag.
ISBN: 978-3-85351-294-4

Erhältlich im Webshop des Wiener Dom-Verlags.

Schlagwörter
Autor:
  • Bernadette Spitzer
0:00
0:00
Werbung

Neueste Beiträge

Advertorial
Ausbildung am Konservatorium für Kirchenmusik
Diözesankonservatorium

In den drei Ausbildungszweigen "Kirchenmusik", "Lied-Messe-Oratorium" sowie "Neues Geistliches Lied“ werden Schülerinnen und Schüler auf die vielfältigen Aufgaben, als Kirchenmusikerinnen und Kirchenmusiker vorbereitet.

| Heiter bis heilig
Anekdoten

Die Feier der Osternacht kann aufgrund ihrer Länge für Familien mit kleinen Kindern mitunter anstrengend werden.

| Kunst und Kultur
Streaming

Die Filmbiographie „Cabrini – Die Gesandte des Papstes“ erzählt bewegend vom Mut der heiligen Francesca Cabrini, die sich in New York gegen Vorurteile, politische Blockaden und kirchliche Hürden durchsetzt – getragen von Glauben und unbeirrbarer Nächstenliebe.