Welttag des Podcasts

SONNTAGs-Jause
Ausgabe Nr. 124
  • Sonntagsjause
Autor:
©Redaktion

Am 4. Oktober 2026 erzählt Tatjana Lukáš, Podcasterin und Geschäftsführerin des Forum Journalismus und Medien, in der ⁠SONNTAGs-Jause ⁠über ihre Begeisterung für Podcasts und die Tiroler Küche.

Podcastformate sind gekommen, um zu bleiben. Das Audioformat, das über Streamingplattformen einfach auf dem Smartphone zeit- und ortsunabhängig gehört werden kann, feiert auch der 2014 ausgerufene Welt-Podcast-Tag am 30. September. 

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Podcast und Storytelling

Das weiß Tatjana Lukáš ganz genau, die selbst mit großer Begeisterung das moderne Audioformat rezipiert, das für sie auch eine Form der Demokratisierung des Journalismus ist. Die Geschäftsführerin des Forum Journalismus und Medien hat viel übrig für Storytelling. Sie betreibt selbst mit einer Runde Freundinnen den erfolgreichen Comedy-Podcast „Drama Carbonara“, in dem Geschichten aus Frauenschicksalsheften vorgelesen und gesellschaftspolitisch kommentiert werden. 

Dem Podcast eine Chance geben

Tatjana stammt aus Tirol und empfiehlt als Vegetarierin Kaspressknödel. Das Rezept dazu wurde in der SONNTAGs-Jause im traditionellen Kochbuch „Tiroler Küche“ von Maria Drewes entdeckt. In diesem Sinn: Geben Sie Podcasts eine Chance – man kann sie auch beim Kochen hören.

©Drewes/Tyrolia

Rezept: Kasknödel


Zutaten: 

  • 25 Dekagramm Knödelbrot
  • Salz
  • gut ein Achtel Liter Milch
  • zwei bis drei Eier
  • vier Dekagramm Butter
  • eine gehackte Zwiebel
  • gewiegte Petersilie
  • Kümmel
  • 20 Dekagramm Käse (Graukäse, Bergkäse, evtl. gemischt mit bröseligem Topfen)
  • zwei bis drei Esslöffel Mehl

 

Zubereitung: 

Kleinwürfelig geschnittene Semmeln salzen, mit Eiermilch übergießen, durchmischen und ziehen lassen. Butter heiß werden lassen, die Zwiebel darin anrösten und mit der Petersilie und dem Kümmel zum Brot geben. Käse reiben, würfeln oder verbröseln und zugeben. Die Masse mit Mehl binden, nochmals etwa zehn Minuten ziehen lassen. Gegendweise werden diese Knödel unterschiedlich weiterverarbeitet. Die Knödel mit nassen Händen zu formen und in Suppe oder Salzwasser zu kochen, ist die einfachste Art. Manchmal gibt man zur Flüssigkeit geröstete Zwiebel und gebröselten Graukäse.  

 

Tipp:
Es ist auch gebräuchlich, zwei gekochte geriebene Erdäpfel unter die Masse zu geben. Häufig werden die Kasknödel in Butterschmalz herausgebacken oder flachgedrückt herausgepresst und dann erst in der Suppe gekocht oder ungekocht zu Sauerkraut gegessen. 


Die gebackenen Kasknödel werden in Salzwasser mit Zieger kurz aufgekocht und dick mit Schnittlauch bestreut serviert. Als Beilage zu diesem Gericht eignen sich die verschiedensten Salate. Besonders gut schmeckt dazu das hausgemachte Rübenkraut. Dazu isst man beliebige Suppen, Salate oder trinkt Milch. Im Zillertal werden diese Kaspressknödel als „Zerggl“ bezeichnet. Manche mischen zum Teig noch etwas gebröselten „Grauen Kas“, geriebenen Bergkas oder bereiten ­eine Fülle aus gewiegtem und überdünstetem Spinat.

Das Rezept stammt aus dem Buch "Tiroler Küche". 

©Tyrolia

Buchtipp

 

Die "Tiroler Küche" von Maria Drewes gilt seit mehr als 30 Jahren als Kanon der Tiroler Kochkunst. Mit Bedacht auf bäuerliche Produkte, auf Saison und Region, ist es ein unverzichtbares Nachschlagewerk für den einfachen aber auch verwöhnten Gaumen. Maria Drewes liefert den Beweis, dass mit wenigen Grundnahrungsmitteln wahre Köstlichkeiten auf den Tisch gezaubert werden können. Ihre Küche pflegt den Erhalt der typischen Nordtiroler Kochkunst, ohne auf den einen oder anderen Einfluss von außen zu verzichten. Denn vieles in der österreichischen wie Tiroler Küche kommt aus den Ländern der alten Monarchie: aus Böhmen, Mähren, Tschechien, Ungarn.
 

Tiroler Küche, von Maria Drewes, 324 Seiten, 2012, Tyrolia, ISBN 978-3-7022-1676-4, EUR 29,-

Autor:
  • Sophie Lauringer
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