Unvorstellbar: Zu jung in der Kirche

Anekdoten
Ausgabe Nr. 22
  • Heiter bis heilig
Autor:
Ludwig Schwarz leitete bereits mit 29 Jahren das Seminar für Spätberufene.
Gerade einmal 19 Jahre ist Ludwig Schwarz auf diesem Foto. Zehn Jahre später leitete er bereits das Seminar für Spätberufene. ©rupprecht/kathbild.at

Vor über 50 Jahren wurde Ludwig Schwarz vom damaligen Kardinal Franz König als Leiter des Spätberufenenseminars in Horn vorgeschlagen. Dieser hatte jedoch Bedenken, da die Teilnehmer alle älter als er waren.

Der Linzer Altbischof Ludwig Schwarz feiert am 4. Juni seinen 85. Geburtstag. Er blickt auf ein langes und erfolgreiches Leben in der Kirche, mit dem er so nicht gerechnet hatte.

Werbung

Da er als äußerst begabt galt, ernannte ihn Kardinal Franz König zum Leiter des Spätberufenenseminars in Horn, als er erst 29 Jahre alt war! Von den Spätberufenen, die sich dort auf ihre Priesterweihe vorbereiteten, waren einige älter als er, der älteste 40. Das bereitete Ludwig Schwarz ein wenig Sorge, und er informierte König über seine Bedenken. Ob das gut gehen könne, wenn seine Seminaristen älter sind als er? Der Wiener Erzbischof aber hatte keine Bedenken. Tröstend antwortete er: „Machen Sie sich deswegen nichts draus. Dieses Übel heilt die Zeit allein.“ Womit er zweifellos recht hatte.

©Wiener Domverlag

Buchtipp: Beten, Herr Pfarrer!

Weitere lustige Anekdoten finden Sie in "Beten, Herr Pfarrer!" von Bernadette Spitzer.

 

Beten, Herr Pfarrer! – Anekdoten zwischen Alltag und Altar. Von Bernadette Spitzer, 176 Seiten, ISBN: 978-3-85351-332-3, EUR 27,00 

 

Hier geht es zur Buchbestellung

Schlagwörter
Autor:
  • Bernadette Spitzer
Werbung

Neueste Beiträge

| Spiritualität
Medjugorje „Seher“ im Interview

Mehr als 4.000 Gläubige kamen am 14. Oktober zum Medjugorje-Friedensgebet „Message for You“ in den Wiener Stephansdom. Als Gast sprach Ivan Dragicevic, einer der sechs „Seher“, die seit 1981 im bosnisch-herzegowinischen Wallfahrtsort von Erscheinungen der Gottesmutter berichten. Der Vatikan hat 2024 mit einem „Nihil obstat“ die geistlichen Früchte von Medjugorje anerkannt, ohne über die Echtheit der Erscheinungen zu urteilen. Im Interview mit Kathpress schildert der 61-Jährige, wie er die Erscheinungen nach eigenen Angaben erlebt.

| Wien und Niederösterreich
Allerheiligen

Am 1. November feiert die katholische Kirche das Fest Allerheiligen. Von Stephanus und Florian bis zu Birgitta und Johannes Nepomuk: In allen 23 Wiener Bezirken erinnern Straßen, Plätze und sogar Bezirksnamen an Heilige und ihre Verehrung.

| Heiligenschein
Widerstand im Ordenskleid

Wöchentliche Heilige, vorgestellt von Bernadette Spitzer.