Sänger gesucht
Anekdoten
In Wien, der Stadt der Musik, gibt es traditionell viele Chöre. In der Hochblüte mangelte es aber an Sängern, vor allem an Solisten. Wer sich einmal einen Namen gemacht hatte, wanderte per Mundpropaganda in einen fiktiven Pool, aus dem Chorleiter schöpften.
Die Sänger waren viel unterwegs
Das führte mitunter zu heiteren Begegnungen. Es kam vor, dass ein Sänger sonntags in einer Kirche bei einem Hochamt um 9:00 Uhr sang und zwei Stunden später zu einem weiteren gehetzt in einer anderen Kirche eintraf und dort in das erstaunte Gesicht eines Kollegen blickte, mit dem er bereits das erste Hochamt gesungen hatte.
Es gab also weniger Sänger, als es die Anzahl der Chöre vermuten ließ. Damals hieß es daher: „In Wien gibt es 50 Chöre und 60 Sänger.“
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