Laetare! – Musik verbindet, Freude bewegt!

Musikprojekt
Ausgabe Nr. 11
  • Leben
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„Freundschaften und auch das Musikprojekt bestehen bis heute“, freut sich Jugendseelsorger Boris Porsch.
„Freundschaften und auch das Musikprojekt bestehen bis heute“, freut sich Jugendseelsorger Boris Porsch. Er will die Jugendlichen aus Belo Horizonte nach Wien einladen. ©Junge Kirche

Die Junge Kirche unterstützt das Projekt Laetare, das brasilianische Melodien nach Wien bringt.

In den Favelas Brasiliens endet die Schule oft früher als die Kindheit. Gewalt ist allgegenwärtig, Perspektiven fehlen. Viele junge Menschen erfahren mehr Rückschläge als Chancen. Und doch gibt es dort eine Sprache, die sich nicht zum Schweigen bringen lässt: Musik. „Wir wollen uns dieser universellen Sprache bedienen, um auf die Wirklichkeit in den Favelas Brasiliens aufmerksam zu machen“, sagt Boris Porsch, Seelsorger der Jungen Kirche Wien und Initiator des Projektes. 

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Musikprojekt Laetare

Er hat in seiner Zeit als Seminarist in Belo Horizonte in Brasilien studiert. In dieser Zeit knüpfte er Kontakte zu Jugendlichen aus der Favela „Vila Maria“, mit denen er damals ein Musikprojekt gestartet hat. Diese Freundschaften und auch das Musikprojekt bestehen bis heute. „Die Reflexion über das Leben, den Glauben und ihre Ziele, das Ins-Wort-Bringen ihres Ringens und ihrer teils unmenschlichen Erfahrungen hat schon sehr viel in ihnen bewegt – und ebenso in mir. Seit dieser Zeit trage ich die Vision in mir, diese jungen Menschen als Gäste in Österreich zu empfangen wie sie mich – weil ich selbst in meinem Auslandsjahr erfahren habe, wie bereichernd das sein kann. Genau eine solche Erfahrung wollen wir diesen jungen Menschen aus der Vila Maria bereiten, dafür brennen wir.“

Jemand, der den Sprung aus der Favela durch die Musik geschafft hat, ist Antonino Tertuliano. Selbst in einer brasilianischen Favela aufgewachsen, hat er es durch seine Hingabe zur Musik über Israel nach Österreich geschafft. Seine einzigartige Geschichte bringt der Kontrabassist am 15. März bei der Agape nach der Eucharistiefeier in Wort und Ton. Er war sofort Feuer und Flamme: „Die Freude ist wie ein Schlüssel des Herzens! Ein Schlüssel, der wirklich alle Türen öffnen kann. Die Türen unterschiedlicher Kulturen und Gesellschaftsschichten, aber auch die Türen der Herzen unserer Mitmenschen!“, meint Antonino. Die  Junge Kirche freut sich über alle Gäste und Interessierte – „Laetare!“, Freut euch, Freude bewegt!

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